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50 zauberhafte Weihnachtstraditionen

by Sissi St. Croix
50 zauberhafte Weihnachtstraditionen

Über das ganze Jahr hinweg gibt es Bräuche und Traditionen, die wir lieben und leben. Vor allem in der dunklen Jahreszeit besinnen wir uns gern auf Rituale. Wir zünden allabendlich Kerzen an, schmücken die Wohnung und freuen uns auf die Adventszeit. Die Pflege von Ritualen ist etwas typisch Menschliches, es gibt sie in allen Kulturen und Religionen. In vielen Familien ist das Weihnachtsfest eine der wichtigsten und ältesten Traditionen überhaupt und geht mit vielen lieb gewonnenen Ritualen einher. Selbst Menschen, für die die religiöse Bedeutung nicht im Vordergrund steht, können sich dem Zauber der Weihnacht nicht entziehen – und wollen es oft auch gar nicht. Denn Weihnachten ist ein Ausdruck der Gemeinschaft, des Wir-Gefühls. Dabei hat jede Familie ihre ganze eigene Interpretation von Weihnachtstraditionen und diese Individualität sollte auch beibehalten werden. Viele von uns verbinden damit ihre schönsten Kindheitserinnerungen.

Ich erinnere mich zum Beispiel gern an das Plätzchenbacken mit meiner Mutter. Stets ein Muss: Haselnussmakronen nach dem Rezept aus einem Micky Maus-Heft und bunt verzierte oder mit Eigelb bestrichene Butterplätzchen. Beide backe ich heute in einer veganen Variante immer noch. Neben dem Plätzchenbacken gehört ein selbst gebastelter Adventskranz – alternativ ein Adventsgesteck – ebenso zu meinen Weihnachtstraditionen wie selbst geköchelter Glühwein, abendliches → Nüsseknacken, das Basteln eines Adventskalenders für meine Eltern oder das Schmücken des Weihnachtsbaumes an Heiligabend.

 

Weihnachten ist ein Fest voller Rituale

Weihnachten ist ein Fest voller Rituale

 

Bräuche sind historisch gewachsen, aber …

Traditionen ändern sich. Sei es, weil die Familie weit entfernt lebt, neun Katzen oder ein frischer Wurf Hundewelpen das Aufstellen eines Weihnachtsbaumes unmöglich machen oder der → Partner eigene Traditionen mit in die Beziehung bringt. Die Frage, ob es zu Heiligabend Karpfen blau im Wurzelsud, Würstchen mit Kartoffelsalat oder einen veganen Haselnussbraten gibt, hat schon zu mehr als einem handfesten Familienkrach geführt! So etwas finde ich traurig. Ein Kompromiss findet sich schließlich immer! Und nur, weil schon bei den Großeltern zu Weihnachten Gänsebraten mit Rotkohl und grünen Klößen auf den Tisch kam, muss das noch lange nicht heißen, dass ihre Kinder und Enkelkinder es ebenso halten müssen.

Zwar sind Bräuche historisch gewachsen, unterliegen jedoch wie alles im Leben den Gesetzen der Evolution und verändern sich mit der Zeit. Das muss nichts Schlechtes sein! Schade ist es allerdings, wenn Menschen ganz auf Weihnachtstraditionen verzichten. Denn wir alle sehnen uns nach der Magie der Weihnacht. Das gilt nicht nur für Kinder, sondern auch für uns Erwachsene – seien wir nun Teil einer großen Familie, ein kinderloses Paar oder Single. Gerade in unserer modernen, schnelllebigen Zeit, in der wir in sozialen Netzwerken alles mit allen teilen und über das Handy jederzeit ansprechbar sind, ist die Möglichkeit zum Rückzug in die vertraute Weihnachtswunderwelt unserer Kindheit wichtig.

Kleine Rituale wie das Plätzchenbacken, das tägliche Öffnen der Türchen am Adventskalender oder das gemeinsame Schmücken des Weihnachtsbaumes tragen dazu bei, dass wir dem hektischen Alltag den Rücken zukehren, innehalten und für einen Moment wieder Kind sind. Dieses Kindsein, die kindliche Vorfreude auf Heiligabend, ist für mich vielleicht sogar das größte Wunder der Weihnacht. Und weil ich Weihnachten und seine Traditionen so liebe, habe ich für dich 50 zauberhafte Weihnachtstraditionen gesammelt und aufgeschrieben. Viele sind dir sicher vertraut, manche vielleicht in Vergessenheit geraten und wieder andere warten darauf, ganz neu von dir entdeckt zu werden.

Das Schönste: Du findest meine Weihnachtstraditionen in Kurzform zum Ausdrucken am Ende dieses Artikels. Ich wünsche dir viel Spaß beim Stöbern und eine wundervolle Weihnachtszeit!

 

50 zauberhafte Weihnachtstraditionen – nicht nur – für Weihnachtselfen

#01 Wunschzettel

Bringe alle deine Lieben dazu, einen Wunschzettel zu schreiben, zu malen oder in Form einer Collage zu kleben und schreibe natürlich auch selbst einen. So erfährt jeder, was sich die anderen am innigsten wünschen – und vielleicht erlebt ihr dabei ja sogar die eine oder andere Überraschung! Am meisten Spaß macht es übrigens, die Wunschzettel in einer Gemeinschaftsaktion zu schreiben und dabei die ersten Weihnachtsplätzchen zu knabbern.

 

#02 Brief an den Nikolaus, den Weihnachtsmann oder ans Christkind

Der Nikolaus, der Weihnachtsmann und das Christkind haben Jahr für Jahr alle Hände voll zu tun, um unsere Weihnachtswünsche zu erfüllen. Du kannst ihnen dabei helfen, indem du ihnen die Wunschzettel direkt zuschickst. Sieben offizielle Weihnachtsmann-Postämter gibt es in Deutschland:

An den Nikolaus
49681 Nikolausdorf

An den Nikolaus
Nikolausplatz
66351 St. Nikolaus

An den Weihnachtsmann
Weihnachtspostfiliale
16798 Himmelpfort

An den Weihnachtsmann
Himmelsthür
31137 Hildesheim

An das Christkind
51777 Engelskirchen

An das Christkind
21709 Himmelpforten

An das Christkind
97267 Himmelstadt

Natürlich schreiben der Nikolaus, der Weihnachtsmann und das Christkind auch zurück! Damit sie das tun können, solltest du deine Weihnachtsbriefe so früh wie möglich abschicken und unbedingt darauf achten, dass die Absenderadresse auch lesbar ist.

 

#03 Weihnachtskarten

Bastele personalisierte Weihnachtskarten und beschrifte sie liebevoll von Hand. So bekommt Katzenfreundin Perdita eine Katzenweihnachtskarte, Gin-Liebhaberin → Anna Flaschenpost mit einem eigens für sie kreierten Gin-Cocktail-Rezept und Stricktante Lisl vielleicht sogar einen gestrickten Weihnachtsgruß. Dir fällt sicher das Passende ein!

 

#04 Barbaratag

Der 4. Dezember ist der Gedenktag der Heiligen Barbara. Schneide an diesem Tag Zweige von einem Obstbaum wie Kirsche, Apfel oder Schlehe und stelle sie für einen Tag in einen ungeheizten Raum. Am darauffolgenden Tag dürfen die Zweige in ein warmes Zimmer umziehen und werden täglich frisch gewässert und geschnitten. Am Heiligabend ist es dann soweit – die Barbarazweige blühen auf! Den Zweigen wird übrigens auch eine hellseherische Wirkung zugeschrieben. Heiratslustige junge Frauen stellen drei Zweige in die Vase: einen für die Jugend, einen für die Schönheit und einen für Reichtum. Je nachdem, welcher Zweig zuerst aufblüht, wird der Bräutigam jung, schön oder reich sein.

 

#05 Weihnachtsmusikliste

Stelle eine Weihnachtsmusikliste mit deinen Lieblingsliedern für die Weihnachtszeit zusammen. In unserem Haus sind das hauptsächlich peppig-poppige und rockige Songs, bei denen ich liebend gern mitsinge …

 

#06 Nikolausstiefel

Wie artig warst du in diesem Jahr? Stelle in der Nacht vom fünften auf den sechsten Dezember deine frisch geputzten Stiefel vor die Tür und finde es heraus! Bringt dir der Nikolaus Süßes, warst du brav. Steckt jedoch Knecht Ruprecht Kohle und eine Rute in deine Stiefel, solltest du dich dringend bessern. Kicher … Alternativ zum Nikolausstiefel kannst du auch hübsch dekorierte Nikolausstrümpfe an die Eingangstür hängen. Mir ist diese Version lieber, da ich die Strümpfe während der gesamten Adventszeit hängen lassen und so als zusätzliche Dekoelemente nutzen kann.

 

#07 Adventskalender

Bastele einen individuellen Adventskalender – entweder einen Adventskalender für die ganze Familie oder einen für jedes Familienmitglied. Auch Singles sollten sich diese Freude nicht nehmen – niemand ist je zu alt für einen Adventskalender!

 

#08 »Elf on the Shelf«

Lasse parallel zum Adventskalender den »Elf on the Shelf« (Elf im Regal) Platz nehmen. Die Idee stammt vom gleichnamigen Buch von Carol Aebersold. Es beschreibt, wie Elfen die Kinder von Thanksgiving bis Heiligabend besuchen, ihre guten und schlechten Taten beobachten und dann bis zur nächsten Weihnachtszeit zum Nordpol zurückkehren. Du kannst das Buch samt Elf kaufen oder selbst einen kleinen Weihnachtself basteln, ihn ins Regal stellen und ihn Nacht für Nacht wundersame Dinge tun lassen, wenn die Kinder schlafen … Mit ein bisserl Fantasie wird das ein Riesenspaß für die ganze Familie!

 

#09 Adventsrallye

Heiteres Rätselraten im Advent! Bereite 24 lustige Rätsel vor, die mit einer kleinen Aufgabe wie Backen, Kochen, Basteln, Tannenzapfen sammeln … verbunden sind und von allen Familienmitgliedern gelöst werden müssen. Mit ein bisschen Fantasie lassen sich diese Aufgaben leicht in andere vorweihnachtliche Aktivitäten einbinden. Am 24. Dezember werden die Rätsel aufgelöst – wer die meisten Rätsel und Aufgaben gelöst hat, bekommt einen kleinen Preis und wird im Januar für einen Monat vom Stiefelputzen befreit. Wem 24 Rätsel zu viel des Guten sind, beschränkt sich auf die vier Adventssonntage oder den Nikolaustag. Am Nikolaustag kannst du aus der Adventsrallye auch ein Stationenspiel machen.

 

#10 Adventskranz

Was wäre die Adventszeit ohne Adventskranz? Allein dieser würzig-harzige Duft der frischen Zweige … Himmlisch! Wem das Geschick zum Kranzbinden fehlt, kauft einen fertig gebundenen Kranz und dekoriert ihn nach Lust und Laune. Fantasie ist dabei nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich erwünscht!

 

#11 Weihnachtsschmuck

Schmücke dein Zuhause mit weihnachtlicher Dekoration – gemeinsam macht das am meisten Spaß! Du bist Single? Dann lade deine Freunde ein und ihr schmückt reihum gemeinsam! Selbst gebastelter Schmuck ist besonders schön.

 

#12 Weihnachtliches Sammelfieber

Starte eine Sammlung mit Weihnachtsschmuck. Der Schmuck kann selbst gebastelt oder ein nostalgisch anmutender Flohmarktfund sein. Manche sammeln auch Räuchermännchen, Nussknacker oder Engelchen aus dem Erzgebirge. Auch das Sammeln von Christbaumkugeln ist eine schöne Idee. Kinder dürfen selbstverständlich ebenfalls sammeln und bekommen wie die Großen jedes Jahr ein Stück dazu. Beim Verlassen des elterlichen Nests besitzen sie dann ihre eigene kleine Sammlung mit Weihnachtsschmuck, die sie mit schönen Erinnerungen verbinden.

 

#13 Glühwein

Glühe deinen eigenen Glühwein – oder Glögg – und lade deine Freunde zur Verkostung ein. Oder schmeiße gleich eine komplette Glühweinparty mit verschiedenen Geschmacksrichtungen. Und dann singen alle → Ho Ho Ho …

 

#14 Weihnachtslieder

Der Advent ist die beste Zeit, um lauthals Weihnachtslieder zu singen. Du hast keine Kinder und kommst dir dabei albern vor? Dann trinke einen Schluck Glühwein, spiele deine Weihnachtsmusikliste (siehe oben) rauf und runter und tanze singend durchs Wohnzimmer. Ein Weihnachtsblues kann dabei selbst bei Singles gar nicht erst aufkommen!

 

#15 Weihnachtsmarkt

Besuche einen Weihnachtsmarkt. Fast in jeder Region gibt es inzwischen schöne alternative Weihnachtsmärkte, auf denen du handgearbeitete Kostbarkeiten und Produkte aus fairer Herstellung findest. Gib dem Konsumrausch keine Chance!

 

#16 Weihnachtsmann

Besuche den Weihnachtsmann auf einem der lokalen Weihnachtsmärkte, auf denen du dich wohlfühlst oder lade ihn zu dir nach Hause ein. Aber spute dich: Vor allem am Nikolaustag sind »Miet-Weihnachtsmänner« schnell ausgebucht! Tipp an weibliche Singles: Du kannst auch sexy Santas buchen …

 

#17 Schlittschuhlaufen

Hand aufs Herz: Wann standest du zuletzt auf dem Eis? Bei mir ist das nun auch schon wieder gut ein Jahr her … Also höchste Zeit, die Schlittschuhe aus dem Keller zu holen, die Kufen zu schleifen und mit Freunden oder der Familie auf dem Eis zu tanzen!

 

#18 Heiße Schokolade

Ich weiß nicht, warum, aber ich bilde mir ein, dass heiße Schokolade im Advent immer besonders gut schmeckt. Vor allem beim Eislaufen oder Schlittenfahren. Ob das wirklich nur an den weihnachtlichen Gewürzen liegt?

 

#19 Schlittenfahren

Schlittenfahren ist ein herrlicher Spaß für Groß und Klein! Mein Holzschlitten steht schon frisch geputzt im Keller und wartet auf den ersten Schnee. Und deiner?

 

#20 Knusperhäuschen

Knusper, knusper knäuschen, wer knuspert an meinem Häuschen? Der Wind, der Wind, das himmlische Kind. Es kann aber auch der → Alpenlümmel sein, der sich wieder einmal hungrig über mein Knusperhäuschen hermacht. Zum Glück ist solch ein Häuschen schnell gebacken, notfalls backe ich noch ein zweites in diesem Jahr. Das Dekorieren dauert schon ein wenig länger, macht aber unglaublich viel Spaß – auch uns Erwachsenen.

 

#21 Plätzchenbacken

Weihnachtsplätzchen gehören zur Adventszeit wie das Rentiergespann zum Weihnachtsmann. Mehr muss ich nicht sagen, oder?

 

#22 Weihnachtsfilme

Du bist noch nicht so richtig in Festtagsstimmung? Dann sieh dir mindestens einen Weihnachtsfilm mit der Familie oder Freunden an! Klassiker wie »Ist das Leben nicht schön?«, »Die Peanuts – Fröhliche Weihnachten«, »Disneys Eine Weihnachtsgeschichte«, »Das Wunder in der 8. Straße« oder »Das Wunder von Manhattan« dürfen bei uns zu keiner Weihnachtszeit fehlen. Weihnachtsfilme schmecken übrigens am besten zu Weihnachtsplätzchen und heißer Schokolade.

 

#23 Weihnachtsbücher

Lies dein liebstes Weihnachtsbuch! Bei mir sind es seit Jahren gleich zwei: »Der kleine Hobbit«, obwohl das Buch nichts mit Weihnachten zu tun hat, und »Krampus«. Beide Bücher regen meine Fantasie an und inspirieren mich. Hast du auch ein Buch, das du in der Adventszeit immer wieder hervorholst?

 

#24 Liebesäpfel

Signalrote Zuckerglasur trifft auf knackige Früchte: → Liebesäpfel gehören seit meiner Kindheit zu jedem Weihnachtsmarktbesuch. Du kannst sie aber mühelos selbst machen, wie ich dir schon 2017 gezeigt habe. Und natürlich funktioniert die feuerrote Leckerei auch mit Weintrauben, Bananen, Mandarinen …

 

#25 Familienbesuche

Sicher, Familienbesuche können anstrengend sein. Insbesondere dann, wenn alle Beteiligten mit den falschen Erwartungen hineingehen. Aber wenn ihr euch vorher darauf einigt, gemeinsam etwas Schönes zu unternehmen – Weihnachtsmarktbesuch, Plätzchenbacken, Eislaufen … – verbringt ihr garantiert eine schöne Zeit.

 

#26 Freuden- und Freundeszeit

Der Advent ist perfekt, um liebe Freunde in der Ferne zu besuchen. Im letzten Jahr habe ich → Anna in Hamburg besucht und mit ihr eine schöne Zeit verbracht. In diesem Jahr kommt sie zu uns nach München. Wieder ganz oben auf unserem Programm: Weihnachtsmarktbesuche, Plätzchenbacken und Glühwein trinken. Kicher …

 

#27 Weihnachtseinkäufe

Schenken macht Spaß, keine Frage! Sogar noch mehr Spaß, als selbst beschenkt zu werden, finde ich. Doch auch beim Schenken sollte mit Bedacht und Achtsamkeit vorgegangen werden. Muss es wirklich das Handy der neuesten Generation, ein teurer Markenduft oder eine edle Designertasche sein? Oft gibt es nachhaltige Alternativen, die sogar um ein Vielfaches cooler sind als das, was dir die High Flyer aka Influencer auf Instagram für gewöhnlich zeigen! Inspirationen bekommst du auf Messen wie der → GREENSTYLE munich fair and conference. Ich habe dort zum Beispiel das Münchner Zero Waste Label → AA Gold entdeckt und mir prompt ein paar → feine faire Klamöttchen zu Weihnachten gewünscht. Traumhaft schönen Schmuck und andere tolle Accessoires gab es auf der GREENSTYLE übrigens auch.

Ideen für → die besten Zero-Waste-Geschenke habe ich dir bereits am Montag vorgestellt. Natürlich können kleinere Kinder mit Spenden und Co. in ihrem Namen noch nicht so viel anfangen und würden bitterlich weinen, wenn unter dem Weihnachtsbaum keine bunten Päckchen für sie liegen. Dennoch kannst du ihnen solche Geschenkideen altersgerecht nahe legen und ihnen quasi »on top« zur Erfüllung ihrer Herzenswünsche eine Tier- oder Baumpatenschaft oder Artverwandtes schenken. Und auch ein selbst gemachter Teddy kommt sicher ebenso gut an wie das It-Piece-Bärchen, das gerade im Kindergarten »in« ist. Auch Kinder haben durchaus schon ein Bewusstsein für Umweltschutz und die Wertigkeit von liebevoll Selbstgemachtem. Das Gleiche gilt übrigens für fast 90 Jahre alte Schwiegeromas.

 

#28 Selbstgemachtes

In meinen Augen gibt es keine schöneren Geschenke als selbst gemachte Geschenke! Lasse dich darauf ein, selbst wenn du glaubst, zwei linke Hände zu haben. A bissl wos gäht oiwei, wie nicht nur die Bayern wissen! Tipp: Ab dem 1. Dezember findest du in meinem neuen → Instagram-Profil immer mal wieder die eine oder andere Geschenkidee für Selbermacher.

 

#29 Päckchenpacken

Geschenke wollen nicht nur mit viel Liebe gekauft oder gebastelt, sondern auch ebenso liebevoll verpackt werden. Anstelle von fertig gekauftem Geschenkpapier kannst du dabei zu zahlreichen umweltfreundlichen Alternativen greifen: Zeitungspapier, schöne Fotoseiten aus Magazinen, Buchseiten aus abgeliebten Büchern, die zu oll sind, um sie anderweitig weiterzureichen und und und. Am schönsten finde ich es, Geschenke in wiederverwendbaren Baumwolltüchern zu verpacken, die Furoshiki genannt werden. Mit der Auswahl des Musters und einer speziellen Falttechnik erhält so jedes Geschenk eine persönliche Note, ganz ohne Papier. Oder mit anderen Worten: Tücher statt Tüte!

Bei einer Großfamilie geht die traditionelle japanische Verpackung natürlich schnell ins Geld. Aber wie wäre es, wenn du für die Erwachsenen nur ein einziges hochwertiges Geschenk auswählst und dieses in einem Geschirrtuch aus Baumwolle oder Leinen verpackst? Dieses wäre dann zugleich dein Spezialgeschenk in diesem Jahr.

 

#30 Spezialgeschenk

Spezialgeschenke sind seit Jahren eine meiner liebsten Weihnachtstraditionen. Mal handelte es sich um ein bestimmtes Buch, dann wieder um eine selbst kreierte Gewürzmischung oder Kräutersalze. In einem Jahr habe ich zu Keksausstechern aus Kupfer gegriffen, die in Frankreich von Hand gefertigt wurden – sehr edel, immer nützlich und nachhaltig zugleich. Außerdem machten sich die hübschen Ausstecher sehr gut als Dekoelemente auf den Weihnachtspäckchen. Gebrannte Mandeln kommen auch immer gut an, du musst dich also nicht unbedingt in Unkosten stürzen. In diesem Jahr muss ich mir über mein Spezialgeschenk noch Gedanken machen. Verraten werde ich das Ergebnis meiner Überlegungen jedoch nicht – schließlich soll es eine Überraschung werden!

 

#31 Wichteln

Ich liebe, liebe, liebe Wichteln! Leider fällt dieser Brauch bei Erwachsenen immer mehr in Ungnade. Viele in meinem Umfeld verziehen entnervt das Gesicht, wenn die Rede auf Wichtelgeschenke im Verein oder Kollegenkreis kommt. Dabei macht Wichteln unglaublich viel Spaß! Du musst dafür lediglich ein Limit von zehn bis 15 Euro setzen und mit den anderen vereinbaren, dass es sich um selbst gemachte Gaben handelt. Das können ausgefallene Plätzchen oder Lebkuchen, Gewürzmischungen, handgefertigte Teebeutel, Liköre, Pulswärmer oder andere Kleinigkeiten sein, von denen du weißt, dass sie deinem Wichtelkind gefallen. Für Kinder empfehle ich ein Limit von fünf Euro für ihre selbst gebastelten Geschenke.

Gar zu gern hätte ich heuer ein Blog-Wichteln organisiert. Aufgrund des Relaunchs und unseres Adventskalenders ist das aber leider in diesem Jahr nicht mehr zu wuppen. Doch im nächsten Jahr wichtele ich wieder!

 

#32 Gute Tat

Ein hilfreicher Wichtel kannst du auch im Alltag sein. »Jeden Tag eine gute Tat im Advent« ist nicht nur die Abwandlung eines alten Pfadfinderspruches. Denn wer sich daran hält, bringt Weihnachtsfreude in die Welt – und verändert auch das eigene Leben positiv. Dir fällt nichts ein? Ich hätte da ein paar Ideen für dich, die bei uns Tradition haben …

 

#33 Vorlesen

Erkundige dich in Krankenhäusern oder Seniorenheimen, ob du eine weihnachtliche Vorlesestunde abhalten darfst. Passende Weihnachtsgeschichten findest du im Netz.

 

#34 Wunschbaum

In vielen Städten findest du sogenannte Wunschbäume, an denen die Wunschzettel sozial benachteiligter Kinder hängen. Diese Wünsche kannst du entweder durch eine Geld- oder eine Sachspende erfüllen. Das machst du doch sicher gern, oder?

 

#35 Tafel

Spende gutes, gesundes Essen an → die Tafel deiner Stadt! Vielleicht magst du dich ja sogar dauerhaft engagieren? Neben Lebensmittel-, Geld- und Zeitspenden kannst du die Tafeln rund ums Jahr mit vielen kleinen Aktionen unterstützen.

 

#36 Tiertafel

Wenn Frauchen oder Herrchen arm sind, knurrt auch dem Hund oder der Katze der Magen … In vielen deutschen Städten sind daher die Tiertafeln die letzte Rettung, damit Mensch und Tier zusammenbleiben können. Das Prinzip der Tiertafeln ist dasselbe wie das bei den Tafeln für Menschen. Die Spendenbeschaffung ist jedoch viel schwerer, da sie kaum auf ausgesonderte Waren zurückgreifen können und daher dringend auf Sach- und Geldspenden angewiesen sind – und das nicht nur zu Weihnachten! Mache dich schlau, ob es auch in deiner Stadt eine Tiertafel gibt und bringe eine Spende vorbei!

 

#37 Tierheim

Die deutschen Tierheime sind überlastet. Nach den Festtagen kommen oft sogar noch Tiere hinzu, weil es leider immer noch Menschen ohne Verstand gibt, die Tiere zu Weihnachten verschenken, ohne sich vorher zu erkundigen, ob diese auch erwünscht sind. Deine Futterspende ist daher höchst willkommen!

 

#38 Zeitspende

Ja, ich weiß: Der alljährliche Spendenmarathon in der Weihnachtszeit ist ganz schön nervig. Und jetzt komme auch noch ich daher und bitte dich ebenfalls, dich hier und dort zu engagieren. Doch die Not ist groß bei Mensch, Tier und Natur. Daher fällt dir sicher zusätzlich zu den schon genannten Punkten noch etwas ein, womit du helfen kannst. Das muss nicht unbedingt eine Sach- oder Geldspende sein. Wie wäre es stattdessen mit einem Stück deiner kostbaren Zeit? Alle Hilfseinrichtungen sind dringend auf die Unterstützung Ehrenamtlicher angewiesen – auch in deiner Stadt!

 

#39 Adventskonzert

Nachdem wir unseren Teil dafür getan haben, anderen in der Weihnachtszeit zu helfen, dürfen wir uns wieder der eigenen Weihnachtsfreude zuwenden. Besuche eines der vielen Advents- oder Weihnachtskonzerte in deiner Stadt!

 

#40 Weihnachtssocken

Trage Weihnachtssocken, um dich in Festtagsstimmung zu bringen.

 

#41 Festtagsmenü

Überlege dir – am besten gemeinsam mit deinen Lieben – ein Festtagsmenü. Das muss keinesfalls ein traditionelles Weihnachtsessen sein! Wir brunchen an allen drei Festtagen, lassen dafür das Mittagessen ausfallen, backen gemeinsam an den Nachmittagen und essen erst abends warm. Das war einer meiner drei Weihnachtswünsche in diesem Jahr – viel Zeit für gemeinsames Kochen und Backen. Vielleicht hast du ja ähnliche Wünsche? Wenn du ein klassisches Drei-Gänge-Menü planst, macht es Spaß, wenn sich die Familienmitglieder auf die einzelnen Gänge aufteilen. Die Zeiten, in denen die »werte Frau Mama« alleinige Herrscherin der Küche war – und damit auch den ganzen Stress hatte -, sind hoffentlich ein für allemal vorbei!

Ganz gleich, was auf den Tisch kommt: Denke daran, die Zutaten frühzeitig zu besorgen. Erstens kannst du so von aktuellen Angeboten profitieren und zweitens gerätst du nicht in die weihnachtliche Einkaufshektik. Nicht zuletzt vermeidest du durch frühzeitige Einkäufe das Risiko, das die eine oder andere Leckerei ausverkauft ist. Wir haben den Großteil der trockenen Zutaten bereits im Vorratsschrank, wo sie ebenso gelassen und entspannt wie ich auf ihren Einsatz warten.

 

#42 Weihnachtsbaum

O Tannenbaum, o Tannenbaum, wie treu sind deine Blätter … Ohne Weihnachtsbaum ist Weihnachten kein Weihnachten. Oder doch? Weihnachten ist das, was wir daraus machen. Zugegeben: Insgeheim träume ich von einem prachtvollen, wundervoll geschmückten Weihnachtsbaum. Das ist aber alles andere als nachhaltig. Schon als Kind habe ich immer darum gekämpft, den Baum so lange wie möglich zu behalten und ihn nicht »zum Sterben verurteilt« in den Häcksler zu werfen. Bis zu meinem Geburtstag am 9. Januar durfte unser Weihnachtsbaum leider nie bleiben. Meist flog er um Silvester hinaus. Schnief … In diesem Jahr wollte ich uns eigentlich einen nachhaltigen Weihnachtsbaum aus Holz gönnen, da gibt es recht ansprechende Modelle. Doch nun sind die Tiger da und ich habe keine Ahnung, ob sie das gute Stück nicht vielleicht mit einem Beißholz verwechseln und gnadenlos annagen … Mensch weiß ja nie!

Das Thema Weihnachtsbaum steht bei uns also noch zur Diskussion. Falls du von einem möglichst grünen Weihnachtsbaum träumst, dann erkundige dich am besten nach einem ökologisch angebauten Weihnachtsbaum. Merke: Ein schöner Weihnachtsbaum muss nicht unbedingt von der Plantage kommen! Es geht auch umweltfreundlich und regional.

 

#43 Weihnachtsbrot

Alljährlich backe ich am 24. Dezember mindestens ein Weihnachtsbrot für die Festtage, je nachdem, ob wir Besuch bekommen oder nicht. Im letzten Jahr waren es ein Apfelbrot und ein Walnussbrot. Heuer werde ich ein schwedisches Weihnachtsbrot backen. Dazu gibt es frisch gebutterte – vegane – Apfel- und Nussbutter sowie → Birne-Helene-Konfitüre und → Bratapfel-Konfitüre. Das wird ein Fest!

 

#44 Gebrannte Mandeln

Ich liebe den Duft von gebrannten Mandeln? Du auch? Frisch zubereitet, verströmen sie ihren süßen Wohlgeruch im ganzen Haus und steigern die Vorfreude aufs Fest. Außerdem sind gebrannte Mandeln auch ein tolles Last-Minute-Geschenk.

 

#45 Vogelfütterung

Wir sind zwar ohnehin Befürworter der Ganzjahresfütterung, schenken unseren einheimischen Singvögeln aber zu Heiligabend eine Extraportion Vogelfutter. Außerdem drehen wir stets eine Runde in der Umgebung und hängen Meisenknödel auf, die auch von anderen Vogelarten gern angenommen werden. Wobei mir gerade einfällt, dass ich dringend wieder meine DIY-Anleitung für selbst gemachte »Meisentassen« online stellen muss.

 

#46 Feinmachen zu Heiligabend

Ganz gleich, ob du ausgehst oder nicht: Mache dich fein! Ehre diesen einzigartigen Tag, indem du dich gut kleidest. Die Bequemlichkeit darf dabei natürlich nicht zu kurz kommen.

 

#47 Warten aufs Christkind

Vorfreude ist die schönste Freude! Und so solltest du dir vor der Bescherung ein bisserl Zeit gönnen, um durchzuschnaufen, mit der Familie ein Spiel zu spielen oder in Ruhe zu essen. In Großbritannien basteln manche Eltern seit einigen Jahren für ihre Kinder eine Weihnachtsbox, um ihnen die Wartezeit zu versüßen. Ich finde diese noch junge Weihnachtstradition niedlich und greife sie daher an dieser Stelle gern auf.

 

#48 Weihnachtsbox

Üblicherweise besteht die Weihnachtsbox aus einer kleinen Holzkiste. Du kannst aber auch einen Schuhkarton nehmen und ihn bekleben. Gefüllt wird die Weihnachtsbox mit Dingen, die den lieben Kleinen die Wartezeit auf die Bescherung verkürzen. Das kann ein Brettspiel oder ein Buch sein. Buntstifte und ein Malblock sind ebenfalls eine gute Idee. Je nach Alter darf es auch ein kleines, selbst zusammengestelltes Bastelset sein. Ein kuscheliger Schlafanzug für die Festtage erleichtert ebenso wie eine wohlduftende Badebombe das Zubettgehen nach der Bescherung. Frische Weihnachtssocken halten die kleinen Füße warm. Eine Weihnachtstasse mit den Zutaten für heiße Schokolade und Leckereien wie Schokoladenmünzen oder Zuckerstangen sorgen für genussvolle Kurzweil beim Ansehen eines Weihnachtsfilmes.

Kekse und Milch für den Weihnachtsmann und seine Helfer sowie eine Karotte für die Rentiere des Weihnachtsmannes sind natürlich ein Muss, falls ihr bei euch daheim diese Tradition pflegt. Und zuguterletzt darf ein persönlicher Brief vom Weihnachtsmann nicht fehlen, der deinem Kind versichert, dass es auf der »Artig-Liste« steht.

 

#49 Weihnachtsspaziergang

Ein ausführlicher Spaziergang am frühen Weihnachtsmorgen ist eine feine Sache. Du holst dir Appetit aufs Frühstück und genießt die allerorten nach dem Weihnachtstrubel herrschende Stille. Herrlich! Vor allem dann, wenn später am Tag der Rest der Familie eintrudelt oder du dich selbst auf Reisen begibst. Die sprichwörtliche »Ruhe vor dem Sturm« wird dir gut tun.

 

#50 Raunächte

Nicht nur in der Alpenregion findet in der Zeit vom 25. Dezember bis zum 6. Januar in den Raunächten ein uraltes weihnachtliches Ritual statt: das Räuchern. Der Duft von kostbaren Harzen und Kräutern zieht dann durch die Räume und befreit diese vom Ballast des vergangenen Jahres. Daran mag man glauben oder nicht, eine schöne Sitte ist es allemal.

 

Die Weihnachtszeit ist erfüllt von Geheimnissen

Die Weihnachtszeit ist erfüllt von Geheimnissen

 

Sissis Resümee

Keine Zeit im Jahr duftet so wie die Weihnachtszeit! Sie riecht anders, schmeckt anders, sieht anders aus. Es lohnt sich, diese Zeit so unterhaltsam und unvergesslich wie möglich zu gestalten – für dich und andere. Weihnachtstraditionen helfen dabei. Beim gemeinsamen Basteln oder Schmücken der Wohnung etwa schenkt man einander Aufmerksamkeit, tauscht sich aus, schmiedet Pläne. Es geht um mehr als um die Vorbereitung auf Heiligabend: Im Mittelpunkt steht die Familie. Angesichts unserer Weihnachtsfreude sollten wir aber auch diejenigen unter uns nicht vergessen, die es nicht so gut getroffen haben wie wir und unser Herz weit für sie öffnen. Geben ist seliger als nehmen. Das war noch nie so wichtig wie heute.

Wie eingangs versprochen, kannst du dir nun die Kurzfassung der Hashtags als Freebie herunterladen:

→ 50 zauberhafte Weihnachtstraditionen (PDF)

Gibt es in deiner Familie auch besondere Weihnachtstraditionen?

XOXO

Sissi

[Fotos: Annie Spratt.]

 

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