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Tag des Deutschen Apfels 2021

Sissi St. Croix
Tag des Deutschen Apfels 2021

Mit einer Kampagne auf Rädern feiert der diesjährige Tag des Deutschen Apfels am 11. Januar 2021 seinen elften Geburtstag. Bundesweit werden dabei sechs »Tag des Deutschen Apfels«-Trucks durch ganz Deutschland touren. Wer bei diesem Augenschmaus Lust auf einen leckeren heimischen Apfel bekommt, für den gibt es am Ende dieses Beitrages ein großartiges Rezept für Apfel-Berliner mit Kardamom.

Was die Kampagne »Deutschland – Mein Garten« am 11. Januar plant, ist echter Rock’n Roll! Denn zum elften Geburtstag des Tages des Deutschen Apfels rollen diesmal waschechte »Tag des Deutschen Apfels«-Trucks über die Straßen. Die brummenden Apfelbotschafter zeigen Verbrauchern ihren liebsten Proviant von seiner schönsten Seite und im Großformat. Darüber hinaus machen sie darauf aufmerksam, dass knackig-frische Äpfel aus deutschem Anbau auch jetzt im Januar überall im Handel erhältlich sind. Wer übrigens einen der »Tag des Deutschen Apfels«-Trucks sieht, fotografiert und auf Facebook hochlädt, kann mit etwas Glück eine leckere Apfelkiste gewinnen.

»Auch wenn wir coronabedingt in diesem Jahr leider auf die schon traditionelle Verteilaktion verzichten müssen,« freut sich Dr. Christian Weseloh, Geschäftsführer der Bundesvereinigung der Erzeugerorganisationen Obst und Gemüse e. V. (BVEO) darauf, den Apfel gebührend zu würdigen. »Denn von der herausragenden Qualität über die besondere Frische bis hin zu den Umweltvorteilen dank der kurzen Transportwege: Es gibt viele wirklich naheliegende Gründe, um bei Äpfeln aus Deutschland zuzugreifen.«

 

»Knacktastischer« Genuss

Das sieht auch die Mehrheit der Deutschen so. Für sie ist der Apfel das erklärte Lieblingsobst. Rund 86 Prozent der Deutschen sind Apfelkäufer und entsprechend liegt der Apfel im Obst-Ranking hierzulande ganz vorn. Um so besser, dass im vergangenen Herbst insgesamt knapp eine Million Tonnen Äpfel in den deutschen Apfelplantagen geerntet werden konnten.

 

Paradiesische Zahlen

  • Rund 980 000 Tonnen Äpfel wurden 2020 geerntet.
  • Insgesamt wurden durch Privathaushalte, Gastronomie und Weiterverarbeitung, rund 14 Kilo Äpfel pro Kopf verbraucht.
  • Allein in den Privathaushalten wurden pro Kopf 9,1 Kilo Äpfel verbraucht oder 18,4 Kilo pro Haushalt.
  • Das macht rund 122 Äpfel pro Haushalt oder 61 Äpfel pro Person.
  • Apfelliebhaber haben dabei die Qual der Wahl: Denn der Handel bietet im Schnitt ein Sortiment von etwa 15 verschiedenen Apfelsorten.
  • Der beliebteste Apfel im heimischen Ranking ist der Elstar (17% Absatzmenge), gefolgt vom Braeburn (12,5%) und den Jonagold/Jonared (12%), Gala (8,3%) und Golden Delicious (2,3%). Auf dieses Sextett entfällt dementsprechend auch gut die Hälfte der deutschen Produktion.
  • Äpfel werden in Deutschland auf einer Fläche von 34 000 Hektar angebaut – das entspricht fast ganz Mallorca!
  • Die wichtigsten Apfelregionen liegen an der Niederelbe, am Bodensee, im Rheinland und in Sachsen.

Dr. Inga Mohr, von Obst vom Bodensee, einer dieser großen Anbauregionen, merkt dazu an: »Mit dem Tag des deutschen Apfels zeigen wir den Verbrauchern, dass unsere Äpfel, die sich bis dahin in einer Art Winterschlaf befunden haben, aufgrund der guten Lagerbedingungen auch im Januar frisch wie vom Baum schmecken. In einer Zeit in der es ansonsten nicht viel frisches, heimisches Obst gibt, ist das eine Besonderheit, die wir mit diesem Tag feiern möchten. Deshalb findet der Tag des Deutschen Apfels auch im Januar und nicht zur Ernte im Herbst statt.«

 

Wissenshunger

Das alles steckt in einem Apfel:

  • A wie Apfel oder sollte man sagen: Allzweckwaffe? Denn Äpfel sind gesund. Sie enthalten die Vitamine C, E, A, B1, B2 und B6 sowie alle wichtigen Mineralstoffe und Spurenelemente.
  • P wie Prävention: Mit seiner geballten Vitamin-Power stärkt er die Abwehrkräfte, unterstützt die Verdauung und fördert die Zahngesundheit. Äpfel stärken das Immunsystem. Sie sind deshalb ein heißer Tipp für alle, die mit heimischem Obst fit durch die kalten Monate kommen wollen.
  • F wie Forschung: »An apple a day keeps the doctor away.« – Es gibt Volksweisheiten, in denen so viel Wahres steckt, dass auch Wissenschaftler nichts an ihnen auszusetzen haben. Überdies haben Wissenschaftler herausgefunden, dass Äpfel einen positiven Beitrag zur Vorbeugung von Herzinfarkten oder Arterienverkalkung leisten können. Denn auch, wenn der tägliche Apfel nicht jeden Gang zum Doktor erspart: In ihm steckt so einiges, was dem menschlichen Körper guttut.
  • E wie Energie: Dank ihres hohen Fruchtzuckergehaltes liefern Äpfel schnell und direkt Energie.
  • L wie leistungssteigernd: Mit ihrer unschlagbaren Power sind die Früchte der ideale Pausensnack – ganz gleich, ob auf dem Schulhof, im Büro, unterwegs oder beim Sport.

 

Rezept für Apfel-Berliner mit Kardamom zum Tag des Deutschen Apfels

Zutaten für den Hefeteig:
– 250 Milliliter Milch von munter muhenden Kühen oder Pflanzendrink
– 80 Gramm Butter oder ALSAN-S
– 500 Gramm Bio-Dinkelmehl Type 630
– 70 Gramm Rohrohrzucker
– 1 Esslöffel selbst gemachter Vanillezucker
– 1 Prise selbst gemachtes Vanillesalz
– 1 Würfel frische Hefe
– 1 Ei vom glücklich gackernden Huhn oder Volleiersatz
– abgeriebene Schale einer halben Zitrone

Zutaten für den Brandteig:
– 125 Milliliter Wasser
– 30 Gramm Butter oder ALSAN-S
– 1 Esslöffel Rohrohrzucker
– 1 Prise selbst gemachtes Vanillesalz
– 75 Gramm Bio-Dinkelmehl Type 630
– 15 Gramm Speisestärke
– 2 Eier von glücklich gackernden Hühnern oder Volleiersatz

Zutaten für die Füllung:
– 600 Gramm Äpfel wie Jonagold oder Elstar
– 30 Gramm Walnussbruch
–  zum Ausbacken: etwa 1 Liter Rapsöl
– zum Wälzen: 100 Gramm Rohrohrzucker und 3 bis 4 Teelöffel gemahlener Kardamom

 

Zubereitung der Apfel-Berliner mit Kardamom

Hefeteig

1. Erwärme für den Hefeteig die Milch oder den Pflanzendrink in einem kleinen Topf und lasse die Butter oder Pflanzenmargarine darin schmelzen.

2. Gib dann das Dinkelmehl, den Rohrohrzucker und den Vanillezucker in eine Schüssel und forme eine Mulde. Bröckele die Hefe hinein und verrühre sie mit drei bis vier Esslöffeln der lauwarmen Milch-Butter-Mischung. Füge anschließend das Ei oder den Volleiersatz, die restliche Milch-Butter-Mischung, die abgeriebene Zitronenschale und das Vanillesalz hinzu und verknete alles zügig mit den Knethaken deiner Küchenmaschine zu einem glatten Teig. Decke den Teig mit einem Tuch ab und lasse ihn an einem warmen Ort gehen, bis er sich merklich vergrößert hat.

Brandteig

3. Gib nun für den Brandteig das Wasser, die Butter oder Pflanzenmargarine, den Rohrohrzucker und das Vanillesalz in einen Topf und bringe alles zum Kochen.

4. Vermenge in der Zwischenzeit das Dinkelmehl mit der Speisestärke. Nimm danach den Topf vom Herd, gib die Mehlmischung dazu und verrühre alles mithilfe eines Kochlöffels zu einem Kloß.

5. Setze den Topf wieder auf den Herd und erhitze den Kloß unter ständigem Rühren rund eine Minute lang. Gib den so »angebrannten« Teig in eine Schüssel und rühre nacheinander zwei Eier oder den Volleiersatz mit den Quirlen deiner Küchenmaschine auf höchster Stufe unter den Teig, bis dieser schön glänzt.

Füllung und Ausarbeitung

6. Wasche und schäle jetzt die Äpfel, entferne die Kerngehäuse und schneide das Fruchtfleisch in feine Würfel.

7. Knete im Anschluss den Hefeteig auf einer bemehlten Arbeitsplatte durch und rolle ihn zu einem Rechteck aus. Streiche den Brandteig auf den Hefeteig und verteile die Apfelwürfel und den Walnussbruch darauf.

8. Rolle den Teig von der langen Seite her auf und schneide die Rolle in etwa drei bis vier Zentimeter dicke Scheiben. Lasse diese abgedeckt rund zehn Minuten gehen.

9. Erhitze in dieser zeit das Rapsöl in einer hohen, breiten Pfanne oder in einem Wok auf etwa 175 Grad Celsius – wenn du kein Küchenthermometer hast, tut es auch ein Stäbchentest.

10. Backe die Teigscheiben portionsweise im siedenden Öl von beiden Seiten goldbraun aus, nimm sie heraus und lasse sie in einem Sieb oder auf Küchenpapier gut abtropfen. Wälze sie noch warm warm im Kardamom-Zucker und lasse sie auf einer Kuchenplatte abkühlen – oder futtere sie gleich auf. Aber bitte das Teilen mit deinen Lieben nicht vergessen!

 

Sissis Resümee

Am Montag feiern wir also den Tag des Deutschen Apfels. Dabei ist bei uns eigentlich jeder Tag ein Apfeltag. Im Schnitt kommen wir auf die stolze Summe von mindestens 730 Äpfeln im Jahr – die Äpfel für Apfelmarmelade, Apfelmus und → Apfelkompott sowie verschiedenes Gebäck, Kuchen und Kekse sowie naturtrüben Apfelsaft noch gar nicht eingerechnet. Auch den Rezepttipp für den elften Geburtstag des besonderen Ehrentages haben wir natürlich ausprobiert und für lecker befunden. Allerdings habe ich mir erlaubt, das herkömmliche Weizenmehl wie gewohnt durch Dinkelmehl und den Haushaltszucker durch Rohrohrzucker auszutauschen, der Gesundheit zuliebe. Fotos folgen noch, ich habe im Moment leider wenig Zeit für die Bildbearbeitung.

Gut zu wissen: Die Brummis mit den Äpfeln fahren bis Ende Januar entlang der gesamten A2, ebenso zwischen Berlin, Hamburg und Düsseldorf sowie zwischen Berlin, Erfurt, Wiesbaden und Stuttgart. Aber auch Touren in den Ballungszentren von München, Hamburg und Berlin werden befahren. Wenn du einen der apfeligen Laster siehst, ihn fotografierst und das Foto auf Facebook mit → »Deutsches Obst und Gemüse« teilst, kannst du mit ein bisserl Glück eine Apfelkiste gewinnen. Einsendeschluss ist der 7. Februar 2021 Ich drücke dir die Daumen!

XOXO

Sissi

[Produkthinweise erfolgen rein redaktionell und unabhängig. Quellen: → Deutschland – Mein Garten, Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) & GfK Haushaltspanels und eigene Recherche.]

 

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