Start Life & StyleGreen Spirit Plant-Pot-Guide: Jede Pflanze findet ihren Topf

Plant-Pot-Guide: Jede Pflanze findet ihren Topf

Sissi St. Croix
Plant-Pot-Guide: Jede Pflanze findet ihren Topf

Bunter Kroton, makellose Glücksfeder, starke Yucca-Palme oder surrealer Kaktus – all diese Zimmerpflanzen lassen das Interior frisch erstrahlen und verdienen Töpfe, die mindestens genauso besonders sind wie sie. Ob geflochtene Körbe im Boho-Stil, hängende Keramikschalen oder erhöhte Pflanzenständer: Blumentöpfe gibt es in unzähligen Formen. Welcher Topf welche Zimmerpflanze am besten in Szene setzt, zeigt der Plant-Pot-Guide von Pflanzenfreude.de.

 

Auf festen Füßen

Sie werden gepflegt und gehegt, bekommen neue Blätter und wachsen heran. Es wird Zeit, die liebsten Zimmerpflanzen auf eigenen Beinen stehen zu lassen! Pflanzenständer sind eine der stilvollsten Weisen, die grünen Mitbewohner im Interieur zu präsentieren. Die Topferhöhungen gibt es beispielsweise als Metallgestell, praktische Plant Box oder kleines Podest in unterschiedlichen Varianten, Größen und Formen.

Kleine Tischpflanzen bekommen schon mit einer minimalen Erhöhung eine neue Wirkung. Der Ständer sollte dabei jedoch immer zur Pflanze passen. Ein Podest aus Holz bringt eine mit Kakteen bepflanzte Schale ideal zur Geltung und macht die stacheligen Pflanzenkörper zu dekorativen Hinguckern.

Eine große Plant Box aus schwarzem Metall darf in einem Industrial-Interior nicht fehlen. Die modernen Blumenkästen gibt es sowohl in eckig als auch rund und in verschiedenen Höhen. Mit seinen warmen Schattierungen und den auffälligen Blattnerven setzt der Kroton einen spannenden Kontrast zum cleanen und geradlinigen Industriestil. In einer schwarzen Plant Box bringt die Zimmerpflanze – auch bekannt unter dem Namen Wunderstrauch – mit ihrem bunten Blattwerk in Grün, Gelb, Orange, Rot und manchmal sogar Violett eine regelrechte Farbexplosion in das Interieur.

 

Kroton-Dschungel

Kroton-Dschungel

 

DIY-Tipp

Wer es noch bunter mag, schenkt seinen Glockenblumen mit farbenfrohem Geschenkpapier und Washi-Tape ein neues Gewand und lässt die Farben durch die Gitter eines Metallgestells durchscheinen. Die Blüten der Glockenblume gibt es in Weiß, Rosa, Lila oder Blau – kombiniert mit ihrem neuen Topf sorgt die knallige Pflanze garantiert für gute Laune.

 

Farbexplosion mit der Glockenblume

Farbexplosion mit der Glockenblume

 

Ein Korb voll Grün

Oftmals werden Pflanzengefäße schlichtweg als Übertöpfe bezeichnet. Schließlich erfüllen sie einen praktischen Zweck, indem sie die unschönen Plastiktöpfe verstecken und das Fensterbrett oder den Boden vor Wasser-Fauxpas schützen. Noch nützlicher sind Pflanzenkörbe: Es gibt sie aus Bast, Rattan, Metall und in vielen weiteren Varianten. Das tolle an ihnen: Sie bieten Möglichkeiten zum Greifen, sodass größere Pflanzen im Frühling problemlos auf den Balkon oder die Terrasse getragen werden können, um die warme Jahreszeit an der frischen Luft zu verbringen.

Besonders beliebt sind geflochtene Körbe – am besten mit Fransen. Diese sind ein Must-Have für jedes Interior im Boho- oder Ethno-Stil. Eine Pflanze, die in diesem Setting auf keinen Fall fehlen darf, ist die Yucca-Palme. Ist die Palme bereits größer, eignet sich ein Rattankorb besser. Die ursprünglich aus Südamerika stammende Pflanze ist mit ihrer kräftigen Ausstrahlung und einer Größe von bis zu 2,5 Metern ein wahrer botanischer Fels in der Brandung.

 

Yucca-Palmen in der Küche

Yucca-Palmen in der Küche

 

Yucca-Palmen in Rattankörben

Yucca-Palmen in Rattankörben

 

DIY-Tipp

Wer sich einen individuellen Pflanzenkorb wünscht, kann einen alten Draht-Papierkorb aufhübschen. Einfach das Gitter mit Raffiabast und den Untertopf mit Wolle in unterschiedlichen Farben umwickeln – schon fühlt sich die Zamioculcas pudelwohl. Die auch als Glücksfeder bekannte Zimmerpflanze stammt aus Tansania und ist mit ihren auffallend regelmäßigen, ledrigen Blättern eine beeindruckende Schöpfung der Natur.

 

Glücksfedern in bunten Töpfen

Glücksfedern in bunten Töpfen

 

Hoch hinaus

Spätestens seit dem Urban-Jungle-Trend sind Hängepflanzen nahezu in jeder Wohnung anzutreffen. Vor allem für kleine Räume ist die Inszenierung eine praktische Lösung. Neben der klassischen Blumenampel oder des selbstgeknüpften Makramees lassen sich allerdings auch kreativere Arten der Hanging Pots umsetzen.

Meist baumeln die Pflanzen von der Zimmerdecke. Mit einem dekorativen Haken macht das hängende Grün auch an der Zimmerwand eine gute Figur. Hierfür eignen sich vor allem kleine Kakteen und Sukkulenten, die in Keramikschälchen zur surrealen Wanddekoration werden.

 

Schalen mit durchbrochenem Muster laden zu fantasievollen Kreationen ein

Schalen mit durchbrochenem Muster laden zu fantasievollen Kreationen ein

 

Kakteen am Krokodilhaken

Kakteen am Krokodilhaken

 

DIY-Tipp

Auch große Räume profitieren vom Dschungel-Look. Statt eines herkömmlichen Raumtrenners bringen nebeneinander hängende Pflanzen eine erfrischende Dynamik mit sich. Hierbei dürfen die grünen Freunde ruhig größer sein, wie beispielsweise der Kroton. Die Zimmerpflanzen mithilfe von Hebegurten auf unterschiedlichen Höhen an Deckenhaken befestigen und schon ist die extravagante Trennwand fertig.

 

Kroton als hängender Raumtrenner

Kroton als hängender Raumtrenner

 

Über Pflanzenfreude.de

Pflanzenfreude.de ist eine Initiative von Blumenbüro Holland, die Menschen wie dich und mich erleben lässt, dass man sich in der Gesellschaft von Pflanzen einfach wohler fühlt.

 

Sissis Resümee

Bei der Gestaltung von Pflanzenarrangements lohnt es sich, über den eigenen Topfrand hinauszuschauen. Schon im letzten Jahr habe ich damit begonnen, → ausgemusterte Tassen vom schwedischen Möbelhaus als »Übertassen« für meine Sukkulenten zu verwenden. In der Gruppe sieht das in meinem Regal im Arbeitszimmer sehr hübsch aus! Der weiße Becher IKEA 365+ ist in zwei Größen erhältlich – 240 und 360 Milliliter Inhalt – und damit perfekt geeignet, um kleinen → Kakteen und anderen Sukkulenten ein stilvolles Zuhause zu bieten. Die Idee dazu kam mir während des ersten Lockdowns im Frühjahr, als mein örtlicher »Pot-Dealer« (Ha! Wortspiel nicht beabsichtigt!) aufgrund von Lieferschwierigkeiten keine passenden Töpfe parat hatte. Keine große Erfindung, aber großartig in der Wirkung – und als Idee sicher noch ausbaubar.

Nicht ganz so einfach wird es, Pflanzenständer aus Holz aufzutreiben. Zwar hatte ich im Spätherbst ein paar schöne Exemplare in unserem Gartencenter entdeckt, konnte sie aber aufgrund meiner rappelvollen Einkaufskiste leider nicht mitnehmen – ich bin ja in der Regel mit dem ÖPNV unterwegs, so auch an jenem Tag. Tja, und dann kam der aktuelle Lockdown …

Überhaupt ist derzeit viel Kreativität gefragt, wenn es um die Umsetzung von Pflanzenprojekten geht. Nicht alle Dinge sind online erhältlich. Zudem nervt mich der Gedanke, zum überhand nehmenden Paketaufgebot beizutragen. Sicher, um die eine oder andere Bestellung komme auch nicht nicht herum. So habe ich erst am Wochenende eine größere Bestellung bei einem Kakteenversand aufgegeben, darunter diverse Substrate, neun Sukkulenten der Gattung Haworthia und ein halbes Dutzend Samentüten. Ich möchte nämlich erstmals selbst Kakteen und Sukkulenten aus Samen heranziehen.

Blöderweise waren Übertöpfe aber auch bei diesem Anbieter Mangelware. Nun ist Fantasie gefragt, zumal meine Glücksfeder so langsam aus ihrem Topf herauswächst … Vielleicht versuche ich, einen passenden Korb aufzutreiben, wie hier im Plant-Pot-Guide vorgeschlagen. Mal gucken, das (Pflanzen)Jahr ist ja noch jung!

XOXO

Sissi

[Produkthinweise erfolgen rein redaktionell und unabhängig. Quelle: → Pflanzenfreude.de und eigenes Pflanzenglück.]

 

Das könnte dich auch interessieren ...