Neue Umfrage zählt 199 Millionen alte Handys in deutschen Schubladen. Jetzt mit der Deutschen Umwelthilfe »Handys für die Umwelt« sammeln!

Handys für die Umwelt

In deutschen Schubladen lagern 199 Millionen alte Handys und Smartphones. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Digitalverbandes Bitkom. Viele dieser Handys könnten für eine Wiederverwendung aufbereitet oder deren wertvolle Rohstoffe umweltfreundlich recycelt werden. Das schont nicht nur Ressourcen, sondern schützt auch das Klima. Deshalb ruft die Deutsche Umwelthilfe (DUH) Verbraucher, Unternehmen und Behörden zur Spende ausgedienter Mobiltelefone durch die Teilnahme an der Sammelinitiative »Handys für die Umwelt« auf. Gemeinsam mit dem Rücknahmesystem → Mobile-Box sammelt die DUH alte Mobiltelefone zur Wiederverwendung oder zum Recycling. Mit den Erlösen der Handysammlung werden Umweltschutzprojekte in Deutschland unterstützt.

»Viele Handys werden nur zwei bis drei Jahre genutzt und dann ausgetauscht. Allein in Deutschland wandern Jahr für Jahr rund 24 Millionen neue Smartphones über die Ladentheke. Damit sind ein unglaublicher Ressourcenverbrauch und enorme Umweltauswirkungen verbunden. Die alten Geräte werden viel zu häufig falsch entsorgt oder landen ungenutzt in der Schublade. Dem wollen wir entgegenwirken. Mit unseren Sammelboxen können alte Handys einfach und bequem erfasst und ihnen ein zweites Leben gegeben werden. Je mehr Menschen, Kommunen und Unternehmen mitmachen, desto besser für die Umwelt«, sagt die Stellvertretende DUH-Bundesgeschäftsführerin Barbara Metz.

 

Was passiert mit den gespendeten Handys?

Bei jedem gespendeten Gerät wird geprüft, ob es sich noch reparieren und wiederverwenden lässt. Gut zu wissen: Persönliche Daten auf den Geräten werden professionell und vollständig gelöscht. Teilnehmende Unternehmen und Organisationen erhalten einen Nachweis über die von der DEKRA zertifizierte Datenlöschung und die umweltgerechte Entsorgung. Sind Geräte nicht für eine Wiederverwendung geeignet, werden enthaltene Rohstoffe durch einen zertifizierten Recycler zurückgewonnen und Schadstoffe umweltgerecht behandelt. Zudem ermöglichen die Erlöse aus der Sammelinitiative Umweltschutzprojekte in Deutschland. So entstanden beispielsweise Materialien zur Umweltbildung und eine Vielzahl an Schutzprojekten für bedrohte Arten wie etwa Wildbienen oder Fischotter.

Verbrauchern empfiehlt die Deutsche Umwelthilfe, gebrauchte Geräte zu kaufen, → sie möglichst lange zu nutzen und Schäden durch Schutzhüllen und Displayfolien vorzubeugen. Defekte Geräte sollten mit Hilfe von Reparaturwerkstätten und Repair-Cafés nach Möglichkeit repariert werden. Ein weiser Rat, dem möglichst viele von uns folgen sollten.

 

Sissis Resümee

Was für eine tolle Aktion! Zwar kaufen → der beste Ehemann von allen und ich nur selten ein neues Handy, da wir absolut nichts von diesem »Novitätenfetischismus« halten, stets das neueste Handymodell besitzen zu müssen. Dennoch liegen auch in unserer Technikschublade mindestens drei gebrauchte Handys. Schande über uns! Dieses Versäumnis liegt allerdings weder an unserer Faulheit noch an unserer Angst vor Datenklau, sondern ist schlicht und einfach der Tatsache geschuldet, dass die Münchner Wertstoffhöfe mit dem MVV nur schlecht zu erreichen sind. Da hat mal wieder jemand nicht mitgedacht!

Nun könnten wir natürlich einen unserer motorisierten Freunde bitten, uns zum nächstgelegenen Wertstoffhof zu fahren. Aber eigens dafür zig Kilometer mit dem Autor fahren? Nicht gerade umweltfreundlich! Also lagern die alten Smartphones nach wie vor in der Schublade. Jetzt haben wir gesehen, dass es auch in unserer »Nähe« eine Sammelstelle des Rücknahmesystems Mobile-Box gibt. Blöderweise bräuchten wir gut anderthalb Stunden mit dem MVV oder alternativ 21 Minuten mit dem Auto (19,1 Kilometer), um dort hinzukommen. Nö, das muss nicht sein!

Zum Glück gibt es darüber hinaus die Möglichkeit, alte Smartphones per Post zu spenden. Und das werden wir diese Woche auch tun – im Sinne der Umwelt. Wirst du dich ebenfalls an der Sammelinitiative → »Handys für die Umwelt« beteiligen?

XOXO

Sissi

[Quelle: → Deutsche Umwelthilfe und eigene Recherche. Artikelbild: Stanislav Kondratiev.]