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Gutes für die Gärten nach Starkregen und Sturm

Medienmitteilung
Tipps vom Bioterra-Gartenberater: Gutes für die Gärten nach Starkregen und Sturm

Starke Regenfälle, Gewitter mit Hagel und Windböen haben vielen Gärten in den letzten Wochen arg zugesetzt. Wie wir sie bei der Erholung unterstützen und was wir lieber aufgeben und neu nutzen, weiß Urs Streuli, Gartenberater bei Bioterra, der Organisation für Bio- und Naturgarten in der Schweiz.

Der nasse und stürmische Juli hat Spuren in den Gärten hinterlassen. Jetzt gilt es, beschädigten Pflanzen und verhagelter Ernte nicht zu lange nachzutrauern und das Beste aus der Situation zu machen. Gartenberater Urs Streuli empfiehlt Folgendes:

 

Boden lockern und düngen

Vor allem unbedeckte Böden sind nach so viel Niederschlag typischerweise verschlämmt, also stark verdichtet, sodass sie kaum mehr Wasser aufnehmen können. Sobald sie etwas getrocknet sind, sollte man sie flach lockern, nur die obersten drei bis vier Zentimeter. Bei lehmigen Böden sind tiefe Risse positiv zu werten, da sie Luft in die tieferen Schichten bringen.

Weil der Regen viel Stickstoff ausgeschwemmt hat, sollte man den Böden etwas Kompost, Hornmehl oder Pflanzenjauche zuführen. Wichtig ist, dass es sich dabei um sofort verfügbaren Stickstoff handelt. Danach wird neu gemulcht, zum Beispiel mit Rasenschnitt.

 

Platz für neue Kulturen schaffen

Angeschlagene einjährige Pflanzen, die bis Ende Juli keine erkennbaren Lebenszeichen mehr von sich geben, sollten besser abgeräumt und die Beete für anderes genutzt werden. Denn es ist nicht zu spät für neue Kulturen wie Herbstsalate, verschiedene Kohlpflanzen oder Winterlauch. Man an kann sogar noch Buschbohnen, Rettich, Karotten oder Schnittsalate säen.

Wer keine Lust mehr hat, verwöhnt die Böden mit einer Gründüngung wie Phacelia oder ab Mitte bis Ende August mit einer Mischung aus Sommerwicken und Sommerhafer.

 

Verletzte Äste und Zweige entfernen

Bei Sträuchern und Bäumen sollte man bis Anfang August alles, was verletzt ist, wegschneiden. An Stämmen oder dickeren Ästen säubert man die Wundränder, indem man die Rindenstücke sauber abschneidet.

 

Über Bioterra

Bioterra ist die führende Organisation für den Bio- und Naturgarten in der Schweiz und Herausgeberin des gleichnamigen Magazins. Der Verein mit rund 16 000 Mitgliedern setzt sich für den biologischen Anbau und die naturnahe Garten- und Grünflächengestaltung ein. Das Engagement gilt der Förderung der Biodiversität und dem Erhalt der einheimischen Tier- und
Pflanzenwelt.

Über 140 Biogärtnereien und Naturgartenbaubetriebe sind Bioterra angeschlossen und als Bioterra-Fachbetrieb zertifiziert. Die rund 30 Regionalgruppen bieten schweizweit rund 200 Kurse pro Jahr an, um Praxiswissen im biologischen und naturnahen Gärtnern weiterzugeben. Mit rund 60 Gärten für Kinder engagiert sich Bioterra zudem dafür, dass auch die Generation von morgen die Natur und gesundes, biologisches Gemüse und Obst zu schätzen lernt.

[Quelle: → Bioterra. Die Medienmitteilung wurde bearbeitet von Sissi St. Croix. Artikelbild: Jay Shah.]

 

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