Start Green Kitchen StoriesDamn Delicious! Crème brûlée aus Kartoffeln

Crème brûlée aus Kartoffeln

Sissi St. Croix
Crème brûlée aus Kartoffeln

Seit einigen Wochen haben wir sehr viel Spaß daran, klassische Speisen mit eher ungewöhnlichen Zutaten zu kochen oder zu backen. Das bringt nicht nur Abwechslung auf den Tisch, sondern sorgt auch dafür, dass bei uns immer weniger Lebensmittelreste anfallen. Das ist mir wichtig, da ich Verschwendung in jeglicher Form verabscheue. Das gilt auch für Kartoffeln, die wir früher immer vom Bauern geholt haben und seit Kurzem vom Kartoffelkombinat beziehen. Kartoffeln haben es so an sich, dass sie meist in der Gruppe daherkommen. Leider halten sich die tollen Knollen nicht sooo lange, wenn man – so wie wir – keinen kühlen Kartoffelkeller hat und sie in der warmen Küche aufbewahrt. Also habe ich ein bisserl in meinem Fundus gestöbert und bin dabei über ein Rezept für Crème brûlée aus Kartoffeln gestolpert.

Was im ersten Moment vielleicht seltsam klingt, sorgt für ein wahres Geschmacksfeuerwerk auf der Zunge. Wieder einmal zeigt sich die Kartoffel als überraschende Verwandlungskünstlerin. Für die raffinierte Variante der köstlichen Süßspeise aus Frankreich werden Kartoffeln gemeinsam mit Pastinaken gekocht, püriert und dann mit Butter, Eigelb, Honig und Sahne oder ihren entsprechenden veganen Alternativen vermischt. Ein besonderes Geschmackserlebnis bieten dabei Thymian- oder Rosmarinzweige, die du der Sahne beim Aufkochen beifügst. Natürlich darf auch auf der Crème brûlée aus Kartoffeln die typische Karamellkruste nicht fehlen! Diese bekommst du, indem du ein Löffelchen braunen Zucker auf der fertigen Crème brûlée verteilst und den Zucker anschließend mit einem Flambierbrenner erhitzt. Wenn du magst, garnierst du die Crème brûlée noch mit einem Thymian- oder Rosmarinzweig – et voilà, schon ist dein kartoffeliges Dessert fertig!

 

Rezept für Crème brûlée aus Kartoffeln

Zutaten für sechs Portionen:
– 250 Gramm mehligkochende Kartoffeln
– 150 Gramm Pastinaken
– 50 Gramm Butter oder ALSAN-S
– 2 Esslöffel Honig oder ein veganes Süßungsmittel deiner Wahl
– 4 Eigelb oder Eigelbersatz
– 250 Milliliter Schlagsahne oder pflanzliche Sahne
– 2 Zweige Thymian oder Rosmarin
– 6 Esslöffel brauner Zucker

 

Zubereitung der Crème brûlée aus Kartoffeln

1. Wasche, schäle und viertele zuerst die Kartoffeln und Pastinaken und schneide sie in grobe Würfel. Koche die Kartoffel- und Pastinakenwürfel dann rund 15 Minuten in einem Topf mit Salzwasser und gieße das Kochwasser ab. Presse die weichen Kartoffel- und Pastinakenwürfel durch eine Kartoffelpresse, drücke sie anschließend mithilfe eines Teigschabers oder Esslöffels durch ein Sieb und hebe einen Esslöffel Butter oder Pflanzenmargarine unter.

2. Koche nun die Schlagsahne oder pflanzliche Sahne mit den Kräuterzweigen und dem Honig auf und stelle die Mischung kalt. Entferne danach die Thymian- bzw. Rosmarinzweige.

3. Heize den Backofen auf 190 Grad Celsius vor.

4. Schlage in der Zwischenzeit die Eigelbe in einer großen Schüssel mit einem Rührgerät cremig (Veganer bereiten ihre Eigelbalternative nach Packungsanweisung vor). Menge zum Schluss die Sahne und das Kartoffel-Pastinaken-Pürree unter.

5. Setze sechs Tarte- oder Crème-brûlée-Förmchen auf ein Backblech und verteile die angerührte Mischung auf die Förmchen. Stelle das Backblech in den Ofen und lasse die Crème brûlée 50 Minuten garen. Streue dann je einen Esslöffel braunen Zucker über die Förmchen und brenne diesen im Anschluss vorsichtig mit einem Flambierbrenner ab.

Tipp:
Falls du keinen Flambierbrenner dein eigen nennst, backst du die Crème brûlée 40 Minuten, nimmst die Förmchen kurz aus dem Ofen, bestreust sie mit je einem Teelöffel (!) braunen Zucker und backst sie für weitere zehn Minuten mit der eingeschalteten Oberhitzefunktion deines Ofens.

 

Sissis Resümee

Ist es eine Vorspeise? Oder ist es ein Dessert? Wir konnten uns nicht einig werden und kamen beim Schmausen der Crème brûlée aus Kartoffeln ganz schön ins Grübeln … Egal! Uns schmeckt die Crème brûlée und so werden wir sie in Zukunft öfter zubereiten. Sogar der zunächst überaus skeptische → beste Ehemann von allen hat schon nach dem ersten Löffel seine Meinung geändert und sich kurz darauf eine zweite Portion geschnappt. Genießen kannst du die Crème brûlée übrigens warm oder kalt – am besten garniert mit weiteren Rosmarin- oder Thymianzweigen. Nur im Kühlschrank aufbewahren solltest du sie bitte nicht – sonst schmilzt die hübsche Karamellkruste und das wäre doch schade.

Hast du auch schon mal eher ungewöhnliche Kartoffelkreationen gegessen?

XOXO

Sissi

[Produkthinweise erfolgen rein redaktionell und unabhängig. Rezept – frei interpretiert – und Artikelbild: → KMG.]

 

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