Naturgarten

  • Gärtnern für die Artenvielfalt

    Ein naturnaher Garten entsteht nicht über Nacht. Alte Eichen beherrschen mein Grundstück. Ökologisch sind sie ein Gewinn, gärtnerisch ein Härtetest: dichter Schattenwurf, gerbsäurehaltiges Laub und unzählige Eicheln, die schneller wurzeln, als wir sie ausrupfen können. Andere kämpfen mit Gewächsen aus Zeiten unserer Altvorderen, als kaum jemand an Biodiversität und Artenschutz dachte. Was tun mit diesen Fremdlingen? Rausreißen? Stehenlassen, weil Hummeln und andere Insekten sie schätzen? Das Buch »Gärtnern für die Artenvielfalt« von Jasmin Schreiber greift genau diese Fragen auf.

  • Naturgarteln im Herbst

    Wenn die Gartensaison im Herbst langsam ausklingt, beginnt vielerorts das große Aufräumen. Allzu schnell greifen Gartenbesitzer zu Harke, Heckenschere und Laubsauger, um Beete und Rasenflächen penibel von welken Pflanzenresten zu befreien. Jeder Halm wird gekürzt, jedes gefallene Blatt pedantisch entsorgt. Doch ein allzu ordentlicher Garten schadet der heimischen Tierwelt.

  • Wildes Netzwerken in der Natur

    Zwischen blühenden Wildstauden und dem Gartenteich kämpft niemand allein. Wer aufmerksam durch sein grünes Reich streift, entdeckt überall erstaunliche Bündnisse. Flora und Fauna gedeihen, weil sie geschickt gemeinsame Sache machen. Erfolgreiches Netzwerken entstammt nämlich keineswegs dem modernen Berufsleben, sondern zählt zu den ältesten und raffiniertesten Überlebensstrategien der Evolution. Das rege Treiben direkt vor unserer Gartentür beweist jeden Tag aufs Neue, dass kluge Allianzen den rücksichtslosen Konkurrenzkampf mühelos schlagen.

  • Mauereidechsen in Not

    Am 14. August feiern wir den Welttag der Eidechse. Der perfekte Moment, um unseren heimischen Mauereidechsen (Podarcis muralis) die Bühne zu überlassen. Die wärmeliebenden Reptilien huschen virtuos über fugenreiche Trockenmauern, durch steile Weinberge, über geschotterte Bahndämme und durch…

  • Ökofalle Kirschlorbeer

    Ein sattes Grün ziert zahllose Vorgärten. Dicht an dicht reihen sich die glänzenden Blätter aneinander und schirmen private Terrassen zuverlässig vor neugierigen Blicken ab. Viele Gartenbesitzer schätzen den Kirschlorbeer als pflegeleichte Barriere, die selbst im tiefsten Winter ihre Farbe behält und scheinbar mühelos in die Höhe schießt. Doch hinter dieser makellosen Fassade verbirgt sich eine weitreichende ökologische Problematik, die unsere heimische Natur bedroht.

  • Schmetterlingen auf der Spur

    Bunte Flügel tanzen schwerelos durch den Sommer und verzaubern uns jedes Mal aufs Neue. Doch hinter dieser Idylle verbirgt sich ein ernster Überlebenskampf, den wir direkt vor unserer Haustür unterstützen können. Unter dem Motto »Schmetterlingen auf der Spur« lädt der Naturschutzbund Österreich dazu ein, zwischen dem 1. April und dem 31. Juli 2026 am Citizen-Science-Award teilzunehmen.

  • Rette das Tschilpen der Spatzen!

    Wenn im Frühling heiteres Zwitschern aus Hecken, Dachrinnen und Gartengebüschen erklingt, ist ein alter Bekannter meist nicht weit: der Spatz. Kaum ein anderer Vogel lebt so eng mit uns Menschen zusammen wie der Sperling. Er ist der kecke Nachbar, der beim Frühstück auf der Terrasse frech nach Krümeln schielt und mit seinem unbeschwerten Gezeter den Tag einläutet. Doch hinter der Fassade des omnipräsenten Allerweltsvogels verbirgt sich eine besorgniserregende Entwicklung.

  • Ganz einfach – Stauden

    Der Hochsommer verlangt Gartenfreunden mittlerweile einiges ab. Wenn das Thermometer wochenlang die Dreißig-Grad-Marke knackt, der Regen ausbleibt und der warme Wind die Böden gnadenlos austrocknet, verwandelt sich das einst saftige Grün schnell in eine traurige Steppenlandschaft. Wer dann…