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Kaninchen im Freigehege – Woran du im Herbst denken solltest

by Sissi St. Croix
Kaninchen im Freigehege - Woran du im Herbst denken solltest

Kaninchen fühlen sich in einem Freigehege überaus wohl. Im Sommer und Winter benötigen die Tiere jedoch einen besonderen Schutz. Jetzt im Herbst ist der richtige Zeitpunkt, um das Außengehege für die nächste Saison noch tiergerechter zu gestalten. Worauf du dabei achten solltest, verrät der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe e. V. (ZZF):

 

Auf ungiftige Gewächse achten

Kaninchen brauchen im Sommer einen schattigen Standort mit Rückzugsmöglichkeiten im Außengehege. Denn den Kleinsäugern machen Sonne und Hitze sehr zu schaffen. Sträucher und Bäume sind ideale Schattenspender – und die beste Pflanzzeit für viele Gewächse beginnt jetzt. Oktober bis März sind optimale Monate, um Sträucher zu pflanzen – Voraussetzung ist natürlich, dass der Boden nicht gefroren ist.

Wer jetzt aktiv werden will, muss winterfeste beziehungsweise frostunempfindliche Pflanzen kaufen. Einheimischen Sträuchern und Bäumen, von denen es auch Zwergformen gibt, macht der Winter nichts aus. »Tierhalter sollten darauf achten, ungiftige Pflanzen auszuwählen. Denn Kaninchen knabbern sie unter Umständen an«, warnt Kleinsäugerexpertin und ZZF-Vorstandsmitglied Katharina Engling. Damit es nicht zu Vergiftungen kommt, solltest du im Gehege auf giftige Pflanzen wie zum Beispiel Goldregen, einige Arten des Rhododendrons, Kirschlorbeer und Ginster verzichten.

 

Schutz vor Regen, Schnee und Wind

Gesunde Kaninchen können den Winter in der Regel problemlos draußen verbringen. Sie müssen sich jedoch erst an die Gegebenheiten im Freigehege gewöhnen. »Die Tiere sollten einen langsamen Temperaturprozess durchlaufen, damit sich ihr Fell an die nach und nach kältere Umgebung anpasst und im Winter wirklichen Schutz bietet«, rät Katharina Engling. Sie empfiehlt, die Kaninchen nach draußen zu setzen, wenn die Temperatur nicht mehr unter 15 Grad fällt.

Neben genügend Auslauf brauchen Kaninchen im Außengehege einen wetterfesten Bereich, in den sie sich vor Regen, Schnee und Wind zurückziehen können. Vorsichtshalber sind vergitterte Türen beispielsweise mit einer Scheibe gegen Zugluft zu schützen. Lüftungsschlitze sollten unbedingt mit eingeplant werden. Tierhalter können Wände, Boden und Dach des Stalls mit Holz isolieren. Auch Styropor aus Versandpaketen eignet sich hervorragend als Dämmmaterial und erfüllt dann wenigstens noch einen sinnvollen Zweck. »Es muss nur so angebracht werden, dass die Tiere keine Möglichkeit haben, daran zu knabbern«, betont Katharina Engling.

 

Wasser und Einstreu kontrollieren

Der Stall sollte keinen direkten Bodenkontakt haben und großzügig mit saugfähiger und isolierender Einstreu – am besten mit Stroh vom Bio-Bauern – ausgepolstert werden. »Bitte darauf achten, dass die Einstreu stets trocken ist. Regelmäßiges Ausmisten ist absolute Pflicht, damit die Tiere nicht krank werden«, erklärt die Fachfrau. Außerdem muss der Halter täglich kontrollieren, dass das Trinkwasser für seine Lieblinge nicht zugefroren ist. Trinkflaschen sind ungeeignet, da die Tiere an den Nippeln festfrieren können.

Grundsätzlich ist bei der Außenhaltung immer auf eine energiereiche Nahrung zu achten. Sind Kaninchen das ganze Jahr über draußen, hält eine angepasste Fütterung die Stoffwechselfunktionen und die Körpertemperatur während der kalten Jahreszeit aufrecht. Sinken die Temperaturen im Herbst, so ist eine Umstellung auf energiereicheres Futter zu empfehlen. »Im Fachhandel gibt es explizit Futtermittel, die auf die Winter-Outdoor-Haltung ausgerichtet sind und in ihrer Zusammensetzung zudem das Immunsystem und den Atemtrakt der Kaninchen unterstützen«, so Katharina Engling.

 

Sissis Resümee

Wer Kaninchen artgerecht im Freien halten möchte, muss einiges beachten. Dazu gehören unter anderem eine gesunde Ernährung, Wetterschutz und nicht zuletzt die regelmäßige Pflege des Außengeheges. Schon vor Wochen habe ich einer Freundin dabei geholfen, das großzügige Freigehege ihrer kleinen Hoppler fit für Herbst und Winter zu machen. Ich habe nicht schlecht gestaunt, was es dabei alles zu tun gab! Die meisten → Tipps für die Außenhaltung hat meine Freundin übrigens vom Oldenburger Verein → Möhren sind orange übernommen. Viele wertvolle Informationen findest du auch auf der inspirierenden und reich bebilderten → Kaninchenwiese von Viola Schillinger.

Wir selbst leben ohne Kaninchen – unser Garten ist zu klein für ein Freigehege, das Kaninchenträume wahr werden lässt. Teilst du dein Leben mit den liebenswerten Mümmlern? Ich freue mich wie immer über deinen Kommentar!

XOXO

Sissi

[Quelle: → ZZF und eigene Recherche. Artikelbild: WZF/Ulrike Schanz.]

 

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