Start Life & StyleDesign Stories Jurtenleder – Ein Stück Mongolei in deiner Hand

Jurtenleder – Ein Stück Mongolei in deiner Hand

Sissi St. Croix
Jurtenleder – Ein Stück Mongolei in deiner Hand

Es ist nicht immer leicht, das passende Geschenk für die wunderbaren Menschen in deinem Leben zu finden. Es soll dem Beschenkten gefallen und einzigartig sein, muss zugleich aber auch ins Budget passen. Gar nicht so einfach, oder? Doch es gibt sie noch, die guten Dinge! Zeitlose Einzelstücke, die traditionelles Handwerk und einen minimalistischen Stil mit Nachhaltigkeit und fairen Produktionsbedingungen verbinden. Man muss sie nur suchen. Fündig geworden bin ich unlängst bei Jurtenleder. Gründerin und Geschäftsführerin Nomingerel, kurz: Nomio, kreiert traumhaft schöne Alltagsbegleiter aus mongolischem Naturleder: Handtaschen, Rucksäcke, Geldbörsen, Notizbücher, Federmappen und viele Dinge mehr.

Das in Rostock ansässige Unternehmen steht für formschöne, hochwertige Lederwaren in satten Farben. Und witzige Namen. Aber dazu später mehr! Jedes Unikat wird in aufwendiger Handarbeit in der Mongolei gefertigt. Einzigartigkeit und Qualität zeichnen alle Produkte aus. Kein Wunder: Nomadentum, Viehzucht und Lederherstellung sind eng miteinander verwoben und haben in der Mongolei eine jahrhundertelange Tradition. Mit Jurtenleder möchte Nomio diese Tradition zu dir nach Hause bringen, sozusagen »ein Stück Mongolei in deiner Hand«. Entstanden sind Produkte, die dich im Alltag begleiten und dabei so vielfältig sind wie das Land, aus dem sie kommen. Vier ausgesuchte Produkte möchte ich dir heute vorstellen.

 

Für Bücherwürmer: Lesezeichen »Motte«

Ein individuelles, mit Liebe gewähltes Geschenk muss nicht teuer sein! Wie wäre es zum Beispiel mit einem langlebigen Lesezeichen aus Leder vom mongolischen Weiderind? Das handgefertigte Lesezeichen »Motte« ist in vier Farben erhältlich – Natur, Braun, Rot und Schwarz – und kann auf Wunsch mit persönlicher Gravur oder Widmung individualisiert werden. Mit einem Gewicht von zehn Gramm liegt es federleicht und doch griffig in der Hand und macht auch beim Lesen unterwegs eine gute Figur. Aufgrund ihres Formates ist die »Motte« sowohl für Taschenbücher als auch gebundene Bücher bestens geeignet – knitterfrei und robust schmiegt sie sich in jeden Schmöker. Kurz: Die perfekte Geschenkidee für Bücherwürmer und Leseratten!

 

Features

  • Farben: natur, braun, rot und schwarz
  • Material: pflanzlich gegerbtes Naturleder vom mongolischen Weiderind
  • Gewicht: 10 Gramm
  • Größe: 27,0 × 2,6 × 0,2 Zentimeter
  • Preis: EUR 17,00 bis 25,00

 

Lesezeichen »Motte« in Rot

Lesezeichen »Motte« in Rot

 

Für Schriftsteller und Künstler: Federmappe »Bussard«

Ob angehender Autor, engagierter Tagebuchschreiber oder begnadeter Künstler: Sie alle freuen sich ganz sicher über die Federmappe »Bussard«. Der »Bussard« ist eine tolle Rolle aus vegetabil gegerbtem Leder von Rind und Ziege aus der mongolischen Steppe und bietet sechs Laschen zum Aufbewahren von Schreibutensilien oder Malsachen sowie eine separate Tasche für nützlichen Kleinkram. Auch technisches Equipment ist in ihm gut aufgehoben. Zwei Handgriffe genügen, um den »Bussard« zur Rolle zu formen, die beiden Seitenflügel halten alles an seinem Platz. Erhältlich ist das handgefertigte Einzelstück in Braun, Rot oder Schwarz. Tipp: Durch eine Gravur oder Widmung kann der »Bussard« individuell gestaltet werden.

 

Features

  • Farben: braun, rot und schwarz
  • Material: pflanzlich gegerbtes Naturleder von Rindern (Außenseite) und Ziegen (Innenteil) aus der mongolischen Steppe
  • Gewicht: 95 Gramm
  • Größe: 21,0 × 8,0 Zentimeter
  • Preis: EUR 39,00 bis 46,00

 

Federmappe »Bussard« in Rot

Federmappe »Bussard« in Rot

 

Tolle Rolle mit viel Stauraum

Tolle Rolle mit viel Stauraum

 

Für Dichter und Denker: Notizbuch »Habicht«

Das nachfüllbare Notizbuch »Habicht« im handlichen DIN-A5-Format besteht aus einer edlen ledernen Hülle aus pflanzlich gegerbtem mongolischem Rindsleder und einem 160 Seiten starken Notizbuch (120 Seiten liniert, 40 Seiten hellbraun), das du bei Bedarf jederzeit mühelos austauschen kannst. Der »Habicht« ist in den Farben Rot, Braun und Schwarz erhältlich und kann durch einen kurzen Text personalisiert werden. Dank der Versiegelung gegen Schmutz und Wasser ist dieses außergewöhnliche Notizbuch besonders robust und pflegeleicht und wird so zu einem lebenslangen Begleiter.

 

Features

  • Farben: braun, rot und schwarz
  • Material: pflanzlich gegerbtes Naturleder vom mongolischen Weiderind
  • Gewicht: 405,00 Gramm
  • Größe: 22,5 × 17,0 × 2,0  Zentimeter
  • Preis: EUR 59,00 bis 66,00

 

Notizbuch »Habicht« in Rot

Notizbuch »Habicht« in Rot

 

Der »Habicht« kommt gut gefüllt

Der »Habicht« kommt gut gefüllt

 

160 Seiten warten auf deine Gedanken und Skizzen

160 Seiten warten auf deine Gedanken und Skizzen

 

Für Stadtnomaden: Lederrucksack »Bär 2.0«

Bärenstark und bärig gut! Ganz gleich, ob das nächste Abenteuer in der City, beim Sport oder auf Reisen wartet – der Lederrucksack »Bär 2.0« ist der ideale Begleiter für alle Stadtnomaden. Handgefertigt aus besonders strapazierfähigem, natürlich gegerbten Leder vom mongolischen Weidetier, passt sich der »Bär 2.0« jeder Lebenslage an. Dank seiner Form im Kurierstil mit der typischen Rolltop-Funktion kann die Höhe des Rucksacks flexibel gestaltet werden. So finden alle wichtigen Dinge für Alltag oder Reise Platz, auch ein Laptop passt dank sanft gepolsterter Innentasche perfekt hinein.

Das große Hauptfach bietet beeindruckend viel Platz für Bücher, Kleidung oder andere Essentials. Minimalisten wie ich kommen damit sogar als Weekender für den nächsten Städtetrip aus. Äußerst praktisch ist das Zusatzfach auf der Vorderseite des Lederrucksacks: Smartphone, Geldbörse und Schlüssel sind hier sicher verstaut und doch schnell erreichbar.

Gefüttert ist der »Bär 2.0« mit einem melierten, seidig glänzenden Stoff, der die exklusive Note des Rucksacks aufs Schönste untermalt. Die verstellbaren, stabilen Schulterriemen und ein zusätzlicher Ledergriff sorgen überdies für einen angenehmen Tragekomfort. Erhältlich ist der »Bär 2.0« in zwei Varianten: komplett in Schwarz oder als Kombination aus schwarzem Naturleder und ungefärbtem, gewachstem Naturleder. Abgerundet wird das stylische Design durch reißfeste Nylonnähte, silberfarbene Armaturen und Premiumreißverschlüsse von YKK.

 

Features

  • Farben: natur-schwarz und schwarz
  • Material: pflanzlich gegerbtes Naturleder vom mongolischen Weiderind, reißfeste Nähte aus Nylon und Reißverschlüsse von YKK
  • Gewicht: 1 100 Gramm
  • Größe: 40,0 × 31,0 × 12,0 Zentimeter, höhenverstellbar auf 45 Zentimeter dank Rolltop
  • Preis: EUR 259,00 (aktuell: EUR 239,00!)

 

Rucksack »Bär 2.0« in Natur-Schwarz

Rucksack »Bär 2.0« in Natur-Schwarz

 

Dank des Foldtops ist sogar Platz für mein Strickzeug

Dank des Foldtops ist sogar Platz für mein Strickzeug

 

Im Vorfach finden Schlüssel, Portemonnaie und Handy Platz

Im Vorfach finden Schlüssel, Portemonnaie und Handy Platz

 

Über Jurtenleder

Jurtenleder hat mich in vielerlei Hinsicht zutiefst beeindruckt. Denn Nomio und ihr Team legen besonderen Wert auf die → Nachhaltigkeit der Marke. Dabei setzen sie ausschließlich auf handverlesenes, in Ulan Bator vegetabil gegerbtes Leder von Weidetieren, das in kleinen mongolischen Manufakturen zu kostbaren Einzelstücken verarbeitet wird.

Die Weidetiere – Rinder, Schafe und Ziegen – leben in der weiten mongolischen Steppe fast ganzjährig draußen zusammen mit den Nomaden. Das ist quasi »Freilandhaltung de luxe« mit schier unendlich viel Raum. Aufgrund der wenig ertragreichen Erde und den langen, sehr kalten Wintern ist Fleisch noch immer eine Hauptnahrungsquelle der Nomaden. Viehzucht nimmt deshalb einen besonderen Stellenwert ein. Obwohl ich selbst seit Jahrzehnten kein Fleisch esse, ist mir sehr wohl bewusst, dass sich manche Völker diesen Luxus nicht leisten können. Ich finde es daher nur konsequent, das Leder der Tiere zu verarbeiten.

Alle Lederwaren entstehen in liebevoller Handarbeit – von der Auslese des Leders über den Zuschnitt, die Färbung und das Nähen bis hin zum Einprägen des herzallerliebsten Logos, der kleinen Jurte. So entstehen wertvolle Einzelstücke im modernen, minimalistischen Design, die mit nahezu jedem Look harmonieren.

Bei der natürlichen Gerbung werden verschiedene Hölzer wie Mimosa und Quebracho verwendet. Diese verleihen jedem Lederstück eine besonders milde, fast schon »blumige« Duftnote, eine angenehm griffige Haptik und ein einzigartiges Farbprofil. Gut zu wissen: Leder ist ein klassisches Material, das sich immer wieder neu erfindet und mit der Zeit eine Patina bekommt. So erzählt jedes Unikat seine eigene Geschichte – deine Geschichte. Oder meine.

Neben dem Einsatz natürlicher Gerbung legt Jurtenleder Wert auf einen fairen Umgang mit den Produzenten, eine klimaneutrale Transportkette, klimafreundliche Server und nachhaltige Versandmaterialien. Auf Zwischenhändler wird bewusst verzichtet, sodass ein Großteil der Einnahmen direkt an die Manufakturen geht. Damit tragen wir bei jedem Kauf eines der Accessoires von Jurtenleder auch zum Erhalt der Kultur der Nomaden bei.

 

Interview mit Nomingerel »Nomio« Holtz

Nachhaltigkeit. Ausgesuchte Produkte. Handwerkliche Sorgfalt. Das alles zeichnet Jurtenleder aus. Doch wer steckt dahinter? Wir haben nachgefragt und Gründerin und Geschäftsführerin Nomio zum Interview gebeten. Viel Spaß!

 

Beschreibe dich bitte mit drei Eigenschaften.

Sich selbst mit nur drei Worten zu beschreiben, ist gar nicht so leicht. Ich denke, ich bin herzlich, unbeschwert und ein wenig dickköpfig. Vor allem Letzteres muss man sein, will man ein eigenes Unternehmen auf die Beine stellen.

 

Wer oder was hat dich nachhaltig beeindruckt, ja vielleicht sogar dein Leben geprägt?

Besonders geprägt haben mich die Geburt meiner Kinder und der Gedanke an ihre Zukunft. Ich denke, das können alle Eltern nachempfinden. Wir alle haben Verantwortung unseren Kindern und Kindeskindern gegenüber und sollten bestrebt sein, so nachhaltig wie möglich zu leben.

Wenn ich mich an meine Kindheit in der Mongolei erinnere, dann sehe ich unberührte Natur, strahlend schönes Wetter, wundervolle Sommer und Winter mit meterhohem Schnee. Das Klima hat sich in den vergangenen Jahren überall auf der Welt stark gewandelt und das stimmt mich nachdenklich. Deshalb versuche ich, mit Jurtenleder einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz auf verschiedenen Ebenen zu leisten.

 

Wie sieht dein unternehmerischer Background aus?

Ich habe keinen unternehmerischen Background. Man muss irgendwo und irgendwann einfach anfangen, wenn man den Gedanken von selbstbestimmter sowie freier Arbeit umsetzen möchte. Ich habe mir ein Thema gesucht, welches mich berührt, mir Freude bereitet und mir gleichzeitig die Möglichkeit bietet, meine Herkunft mit meinem Leben in Europa zu vereinen. Durch meinen bisherigen beruflichen Werdegang konnte ich mir verschiedene nützliche Fähigkeiten aneignen, die mir auf meinem Weg mit Jurtenleder sehr helfen. Große Unterstützung bei der Umsetzung ist zudem mein Mann, der als promovierter Ingenieur für Energie- und Umwelttechnik die notwendige Fachlichkeit – insbesondere in Nachhaltigkeitsaspekten und den technischen Betrieb eines Shops – einbringt.

 

Gab es einen Moment, in dem du gemerkt hast: Jetzt »muss« ich Jurtenleder gründen? Warum ist das zu »deinem Ding« geworden? Wie bist du damit gestartet?

Der Wunsch, etwas Eigenes zu kreieren, bestand eigentlich schon immer. Konkret wurde es jedoch während eines Mongoleibesuches, als mein Mann das erste Mal mit mir gemeinsam meine Heimat bereiste und die Schönheit dieses Landes entdeckte. Diese unendlichen Weiten bei strahlend blauem Himmel haben eine ganz besondere Wirkung von Freiheit. Auf der Suche nach einem Souvenir stolperten wir in Ulan Bator über eines der zahlreichen Geschäfte mit traditionellen Lederwaren. Da kam uns die Idee, dieses traditionelle Gut mit modernen, westlichen Komponenten zu vereinen. Wir wollten eine Marke kreieren, die europäischen Werten entspricht und gleichzeitig die traditionelle Mongolei verkörpert. Doch es hat einige Zeit gedauert, ein belastbares Netzwerk aus geeigneten Gerbereien und Manufakturen zu bilden.

 

Was macht dir an deiner Arbeit am meisten Spaß? Und was findest du weniger schön?

Ich freue mich über jedes Einzelstück, das sich zu einem Kunden oder einer Kundin auf den Weg macht. Ein Stück Mongolei, ein Stück Natur, das unsere Kundinnen glücklich macht und dessen Wert sie schätzen. Ich freue mich, dass ich diesen Weg gehen darf, ihn selbst bestimmen kann. Gleichzeitig freue ich mich darüber, dass ich etwas Nachhaltiges zum Wohle meiner Heimat schaffe.

Eigentlich gibt es nichts, das ich nicht schön finde. Schließlich hat man alle Möglichkeiten, sich seinen Weg zu bahnen. Tatsächlich ist es aber gar nicht so einfach, sich im hart umkämpften Markt durchzusetzen, seine Nische zu finden und diese adäquat zu bedienen. Das ist manchmal recht zermürbend, aber notwendig.

 

Im deutschen Sprachraum gibt es immer noch weniger Unternehmerinnen als Unternehmer. Was müssten Politik und Gesellschaft leisten, um mehr Frauen zum Unternehmertum zu ermutigen?

Ich denke, auch dieser Aspekt der Gesellschaft befindet sich im Wandel und es gibt immer mehr mutige Frauen, die den Schritt in ein eigenes Unternehmen wagen. Ein wesentlicher Aspekt dabei ist wahrscheinlich, dass sich das klassische Rollenbild langsam wandelt und auch immer mehr Männer familiäre Verpflichtungen übernehmen, sodass Frauen ein zunehmendes Maß an beruflicher Freiheit genießen. Ein eigenes Unternehmen erfordert vor allem in den Gründungsjahren ein hohes Maß an Aufmerksamkeit, finanzielle Aufwendungen und jede Menge Zeit. Dies kann nur geleistet werden, wenn entsprechender Rückhalt vorhanden ist. Hier könnte Politik ansetzen und den Einstieg in Unternehmungen einfacher gestalten – durch mehr finanzielle Unterstützung und Beihilfe zur Vereinbarkeit von Unternehmertum und Familie.

 

Wie groß ist der Veränderungsdruck im Lederwarenhandwerk in Sachen Nachhaltigkeit? Siehst du dich da mit Jurtenleder irgendwo auch als Trendsetterin?

Die Lederindustrie muss sich dringend ändern. Ein Großteil des weltweit gehandelten Leders stammt aus Niedriglohnländern und wird unter wenig Transparenz hergestellt. Leder steht oft in Verbindung zu tierischem Leiden und schlechten Arbeitsbedingungen. Wer einmal die Dokumentation »Gift auf unserer Haut« gesehen hat, bekommt die Bilder nicht so einfach aus dem Kopf.

Allerdings gibt es immer mehr Unternehmen, die bewusst auf Transparenz und Nachhaltigkeit setzen. Es entwickelt sich eine Kultur von Biobauern und Gerbereien, die sich Umweltfreundlichkeit und artgerechter Tierhaltung verschreiben. Diese Entwicklung finde ich toll und gleichzeitig dringend erforderlich.

Ich denke, dass wir mit Jurtenleder ein einzigartiges Konzept haben. Nichts ist so sehr verwurzelt mit der mongolischen Kultur wie das Nomadentum, die damit verbundene Tierhaltung und das Lederhandwerk. Bewegt man sich abseits der Hauptstadt durch die Mongolei, sieht man überall die grasenden Tierherden, die sich frei in der mongolischen Steppe bewegen. Die reinste Form der Tierhaltung im Einklang mit der Natur. In Fortführung dessen ist Jurtenleder so nachhaltig wie möglich konzipiert. Wir arbeiten kontinuierlich an unserem Nachhaltigkeitskonzept, setzen uns mit verschiedenen Aspekten auseinander und analysieren unsere Maßnahmen genau.

 

Hat sich das Thema Nachhaltigkeit über die letzten Jahre – für dich – verändert? Und wenn ja, wieso und in welche Richtung?

Nachhaltigkeit ist wichtiger denn je. Nachhaltigkeit, Ressourceneffizienz und Klimafreundlichkeit wurden über die letzten Jahre zu zentralen Themen – sowohl gesellschaftlich, als auch politisch und wirtschaftlich. Das zeigt sich nicht nur im Wahlkampf und den Koalitionspapieren der politischen Parteien, sondern auch darin, dass nahezu jede größere Marke heute ein Nachhaltigkeitskonzept hat. Das Konsumverhalten ändert sich stetig und Nachhaltigkeit sowie die Geschichte hinter einem Produkt sind heute entscheidende Kriterien zum Kauf.

Ich denke, der Schlüssel zu Nachhaltigkeit ist Bewusstsein. Sich darüber im Klaren zu sein, was man konsumiert, wo Produkte herkommen und wie sie produziert werden, ist ein entscheidender Punkt, um etwas zu bewirken. Gerade in den letzten Jahren und im Zuge zunehmender Klimaphänomene leben die Menschen immer bewusster. Das ist ein anhaltender Trend, der Großes bewirkt.

Aufgrund der Tätigkeit meines Mannes im Energie- und Umweltsektor war Nachhaltigkeit schon immer ein wichtiges Thema in unserer Familie. Mit Jurtenleder habe nun auch ich eine Möglichkeit, einen größeren Beitrag zur Umwelt zu leisten und einen positiven Einfluss auf die Lederindustrie zu üben. Dabei sind wir bestrebt, immer einen Schritt weiter zu gehen.

 

Was braucht nachhaltiges Arbeiten generell aus deiner Sicht? Wodurch oder wie könnte eine nachhaltige Ökonomie gut gelingen?

Es gibt verschiedene Ebenen von Nachhaltigkeit. Produkte oder Dienstleistungen können nachhaltig im Sinne des Klima- und Umweltschutzes, der Artenvielfalt oder schlicht ökonomisch sowie sozial nachhaltig sein. Jedes Unternehmen sollte seine Prozesse prüfen und im Rahmen seiner Möglichkeiten das nachhaltigste Produkt für sich und die Kundinnen kreieren. Leider ist das Bestreben vieler Unternehmen einen Wandel zu vollziehen, recht limitiert. Es bedarf gesellschaftlicher oder politischer Impulse. Wenn sich Kunden und Kundinnen bewusst für nachhaltige Marken entscheiden, wird sich der Markt auch in diese Richtung orientieren.

 

Welches ist dein Lieblingsprodukt in eurem Sortiment? Und was möchtest du unbedingt noch ins Sortiment aufnehmen?

Ich liebe unseren Rucksack »Bär« sowie unser Notizbuch »Habicht«. Ich habe die beiden selbst und nutze sie fast täglich.

Wir sind gerade erst am Beginn unserer Reise mit Jurtenleder und entwickeln das Angebot stetig weiter. Wir werden im Laufe des nächsten Jahres einige neue Produkte einführen, vor allem, um dem Wunsch nach Einzelstücken aus echtem Naturleder noch besser gerecht werden zu können. Also seid gespannt.

 

Zum Schluss noch eine Frage passend zur Jahreszeit: Wie verbringst du Weihnachten?

Wir verbringen Weihnachten ganz traditionell im Kreise unserer kleinen Familie.

 

Sissis Resümee

Die Mongolei ist ein Sehnsuchtsort. Schon als Kind habe ich davon geträumt, mit der Transsibirischen Eisenbahn zu reisen und einige Wochen oder Monate mit den Nomaden in der Mongolei zu verbringen. Und das nicht etwa aufgrund romantischer Verklärung. Nein, ich habe bereits Zeit mit Beduinen verbracht und weiß sehr wohl, wie fordernd das Nomadenleben ist. Ich bin schlicht neugierig auf das Leben anderer Kulturen, wie hart es auch sein mag. Doch wie es aussieht, wird dieser Traum ein Traum bleiben: Angesichts der immer noch anhaltenden Pandemie sind Fernreisen einfach nicht angezeigt.

Umso mehr freut es mich, nun wenigstens einen Teil der mongolischen Freiheit bei mir zu tragen. Die »Motte« darf mich ab sofort tagtäglich begleiten. Ich lese viel und habe mir schon lange ein Lesezeichen gewünscht, dass unterwegs nicht zerknittert oder gar die Buchseiten beschädigt. Viele andere Lesezeichen verdienen ihren Namen nicht, die »Motte« hingegen sehr wohl.

Auf »Bussard« und »Habicht« wiederum warten im kommenden Jahr viele Abenteuer! Ich habe mir bereits einige Wanderungen herausgepickt, die ich 2022 unbedingt machen möchte. Und gerade unterwegs kommen mir oft die besten Gedanken, die ich dann natürlich auch festhalten möchte. Dank der hübschen Federmappe und des passenden Notizbuches ist das ab sofort möglich. Ich freue mich schon darauf, meine neuen Wanderfreunde einzuweihen – im Januar geht’s los!

Auch der »Bär 2.0« wird sich bei mir ganz gewiss nicht langweilen. Ebenfalls ab Januar werde ich nämlich jeden Monat eine neue Schweizer Stadt besuchen und erkunden. Logisch, dass ich für meine Städtetrips einen ebenso praktischen wie schicken Lederrucksack brauche, in dem ich vom Reiseführer über »Bussard« und »Habicht« bis hin zum Tagespicknick alles verstauen kann, was ich für meine Ausflüge brauche. Und der »Bär 2.0« ist dazu auch noch so stylisch, dass sein Tragen pures Vergnügen ist. Während die anderen drei Lederwaren den Charme traditioneller mongolischer Handwerkskunst verströmen, ist der »Bär 2.0« so elegant und fashionable, dass er sich selbst auf den Laufstegen von Paris nicht verstecken müsste. Unfassbar eigentlich, dass »nur« ein bis anderthalb Tage Arbeitszeit erforderlich sind, um dieses Schmuckstück aus Naturleder zu fertigen, oder?

Wenn dich nun ebenfalls die Sehnsucht erfasst, einen Teil der mongolischen Freiheit bei dir zu tragen oder zu verschenken, dann findest du im → Shop von Jurtenleder garantiert das perfekte neue Lieblingsstück für dich und deine Lieben.

XOXO

Sissi

[Dieser Beitrag entstand in lederliebender Kooperation mit → Jurtenleder. Produkthinweise erfolgen rein redaktionell und unabhängig. Alle Preisangaben ohne Gewähr. Artikelbild: Kairi Aun. Alle übrigen Fotos sind mithilfe von Ringlichtern im Schneetreiben entstanden – Farbabweichungen sind daher möglich.]

 

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