Granola-Törtchen

Granola-Törtchen

Alles Liebe zum Weltfrauentag! Und um es vorwegzunehmen: Ja, ich bin eine Befürworterin des Internationalen Frauentages, war es immer und werde es immer sein. Denn ich bin glücklich darüber, eine Frau zu sein und in einem Land zu leben, in dem ich mich als Frau frei entfalten kann. Das kann frau schon einmal mit einem oder zwei Törtchen feiern, oder? Ebenso glücklich bin ich über all die wunderbaren, klugen, witzigen, charmanten und nicht zuletzt herrlich verrückten Frauen in meinem Leben. Ihnen zu Ehren – und auch zu Ehren aller Männer, die pfiffig und mutig genug sind, ihr Leben mit einer von uns zu teilen – backe ich heute Granola-Törtchen.

Leider geht es nicht allen Frauen dieser Welt so gut wie meinen Mädels und mir. Da mag ein Heiner Thorborg im → manager magazin noch so spotten und behaupten, der Weltfrauentag sei so nötig wie der Tag der Blockflöte. Was für ein depperter Hirsch! Nach wie vor sind Frauen unterrepräsentiert in sämtlichen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Bereichen. Sie sind häufiger von Altersarmut betroffen als Männer, werden öfter Opfer von (häuslicher) Gewalt als Männer und tragen nach wie vor die Hauptlast der Kindererziehung. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit? Fehlanzeige!

Doch damit nicht genug! Solange es weiterhin Menschenrechtsverletzungen gegen Frauen und Mädchen in Form von Ehrenmorden, Genitalverstümmelung, Zwangsheirat und –prostitution sowie Frauenhandel gibt (um »nur« einige zu nennen), solange hat der → International Women’s Day auch seine Berechtigung. Heute machen Frauen auf der ganzen Welt durch Veranstaltungen, Feiern und Demonstrationen auf noch immer nicht verwirklichte Frauenrechte aufmerksam. Wer das nicht versteht, ist ein armer Tropf und bekommt von mir kein Granola-Törtchen. Hörst du, Heiner? Ab auf die »Stille Treppe«!

 

Dieser Internationale Frauentag ist die wichtigste Kundgebung für das Frauenwahlrecht gewesen, welche die Geschichte der Bewegung für die Emanzipation des weiblichen Geschlechts bis heute verzeichnen kann. – Frauenrechtlerin Clara Zetkin

 

Rezept für Granola-Törtchen

Zutaten für den Boden:
– 100 Gramm zarte Hafer- oder Dinkelflocken
– 75 Gramm geriebene Haselnüsse
– 2 Esslöffel Chiasamen
– 2 Esslöffel gehackte grüne Pistazien
– 100 Gramm weiche Weihenstephan Butter oder ALSAN-Bio
– 4 Esslöffel Honig von glücklich summenden Bienen oder Agavendicksaft

Zutaten für den Belag:
– 2 Esslöffel Muscovadozucker
– 1/2 Teelöffel Piment
– 300 Gramm frische Beeren oder dein Lieblingsobst
– 200 Gramm Weihenstephan Schlagrahm oder Schlagfix
– 200 Gramm Weihenstephan Joghurt mild oder Sojajoghurt
– 50 Gramm geschabte Zartbitterschokolade

 

Zubereitung der Granola-Törtchen

1. Heize zuerst den Backofen auf 170 Grad Celsius vor (Ober-/Unterhitze) und fette acht Tartelette-Formen ein. Vermische dann die Hafer- oder Dinkelflocken, die Haselnüsse, die Chiasamen und die Pistazien mit der Butter oder Pflanzenmargarine und dem Honig oder Agavendicksaft und drücke die Masse fest in die Förmchen. Backe die Böden anschließend im vorgeheizten Ofen in zwölf Minuten goldbraun und lasse sie auf einem Kuchenrost abkühlen.

2. Vermenge in der Zwischenzeit den Muscovadozucker mit dem Piment und püriere die Mischung grob mit einem Drittel der Beeren – das geht am einfachsten mit einer Gabel. Schlage anschließend die Sahne steif. Verteile zum Schluss den Joghurt, das Beerenpüree und die restlichen Beeren auf den Granola-Törtchen und garniere sie mit der geschlagenen Sahne und der Zartbitterschokolade.

 

Unwiderstehlich: Granola-Törtchen
Unwiderstehlich: Granola-Törtchen

 

Sissis Resümee

Die Granola-Törtchen habe ich zum ersten Mal auf dem Burda Breakfast Day München 2018 gebacken. Du siehst: Der Tag hat mein Küchenrepertoire massiv erweitert. Was mich an den Törtchen besonders begeistert, ist ihre Wandelbarkeit. Mit Beeren schmecken sie traumhaft, aber du kannst sie auch mit deinem Lieblingsobst der Saison zubereiten und so immer neue Törtchenvariationen kreieren. Oder du nimmst anstelle von Hafer- oder Dinkelflocken ein Müsli. Oder, oder, oder …

Einen klitzekleinen Nachteil haben die Törtchen allerdings: Im Kontakt mit dem Joghurt werden sie sehr schnell weich. Das kannst du aber vermeiden, indem du die Zartbitterschokolade schmilzt und die Böden damit auspinselst, sodass sich eine »Schutzschicht« aus Schokolade über dem Granola bildet. So kannst du das Rezept sogar ein paar Tage im Voraus zubereiten, falls du Gäste erwartest. Frau weiß ja nie, wer plötzlich vor der Tür steht. Mann auch nicht.

Wie gefallen dir die Granola-Törtchen? Ich freue mich wie immer über deinen Kommentar!

XOXO

Sissi

[Quelle Rezept – sanft variiert – und Fotos: → Molkerei Weihenstephan.]