Zu Gast im Walter Zoo
Ein aufgeregtes Fiepen, Glucksen und Murmeln drang an mein Ohr und ließ mich sofort aufhorchen. Bevor ich die Quelle genau orten konnte, sah ich bereits das wuselige Treiben im Sand. Flinke Pfoten wirbelten Staub auf und ein spitzes Näschen presste sich neugierig gegen die Glasscheibe, nur Zentimeter von meinem Gesicht entfernt. Ich hielt den Atem an, nicht aus Angst, sondern aus purer Freude über diesen Moment der Nähe. Letzten Mittwoch verließ ich die passive Rolle des Zoobesuchers. Ich stand nicht einfach nur da und blickte in die Gehege. Ich klebte förmlich an der Scheibe im Savannenhaus des Walter Zoos in Gossau und ließ mich von einer Familie Erdmännchen komplett in den Bann ziehen. Der Anblick der flinken Bewegungen und die sichtbare Energie der Tiere waren ansteckend.
Dieser Besuch im größten Privatzoo der Ostschweiz wird noch lange nachwirken. Es war nicht mein erster Bummel durch einen Tierpark. Doch der Walter Zoo unterscheidet sich fundamental von den aufgehübschten Anlagen der Großstädte. Hier auf dem Oberberg, hoch über Gossau, weht ein anderer Wind. Er trägt die Geschichte eines Mannes mit sich, der seine Leidenschaft über alles stellte, und verbindet sie mit modernem Artenschutz. Wo andere Zoos oft wie glattpolierte Museen wirken, pulsiert hier das Leben – greifbar, laut und herrlich unperfekt. Die Anreise mit dem Regiobus Linie 155 ab Bahnhof Gossau dauerte nur wenige Minuten, doch sie führte mich in eine gänzlich andere Welt.
Schon beim Betreten des Geländes spürte ich diese besondere Atmosphäre. Der Zoo liegt eingebettet in die sanften Hügel des Fürstenlandes. Du blickst in die Weite, atmest die frische St. Galler Luft und hörst im Hintergrund das Brüllen der Nördlichen Löwen Atlas, Lin und Jumina, das sich mit dem Lachen und Kreischen von Kindern mischt. Über 1.000 Tiere aus rund 100 verschiedenen Arten nennen diesen Ort ihr Zuhause. Doch Zahlen sagen wenig über das Gefühl aus, das dich hier beschleicht. Es ist eine Mischung aus Abenteuerlust und familiärer Geborgenheit. Genau diese Stimmung begleitete mich, als ich mich auf den Weg zu meiner Verabredung mit den Erdmännchen im Savannenhaus machte.
Begegnung auf Augenhöhe
Das Herzstück meines Besuches bildete die Fütterung der Erdmännchen. Viele Zoos bieten Blicke auf die Tiere an. Aber selten erlebst du deren Sozialverhalten so intensiv wie hier. Die sympathische Tierpflegerin betrat die Anlage mit einer Schale voller Leckereien. Sofort änderte sich die Dynamik. Ich war nicht länger nur Zuschauer. Ich fieberte richtiggehend mit. Die Tiere wuselten um die Pflegerin herum, forderten lautstark ihren Anteil und zeigten keinerlei Scheu. Es war ein Schauspiel voller Leben direkt vor meinen Augen.
Ein »Wächter« bezog sofort Stellung auf dem höchsten Stein der Anlage. Er richtete sich auf, den Blick starr in den Himmel gerichtet, um nach Greifvögeln Ausschau zu halten. Ich sah, wie sich sein kleiner Brustkorb hob und senkte. Während er pflichtbewusst Wache schob, stürzten sich seine Verwandten auf das Futter. Das flinke Greifen der kleinen Hände, das Ringen um den besten Bissen, die rasend schnellen Bewegungen – all das überflutete meine Sinne. Du vergisst in einem solchen Augenblick den Alltag komplett. Es gibt nur dich und dieses faszinierende Gewusel im Sand.
Diese fast hautnahe Beobachtung lehrte mich mehr über das Verhalten der Erdmännchen als jedes Lehrbuch es könnte. Ich sah die klare Hierarchie. Ich erkannte, wie die Tiere kommunizierten, wie sie sich gegenseitig warnten und wie sie furchtlos ihr Futter einforderten. Und lachte darüber, wie sie den Spornschildkröten, mit denen sie sich das Gehege teilen, frech das Futter wegschnappten. Der Walter Zoo schafft hier eine Brücke. Er verwandelt theoretisches Wissen in eine emotionale Erfahrung. Wer einmal sieht, wie zerbrechlich und doch wehrhaft diese Geschöpfe als Gruppe agieren, geht anders durch die Welt. Er entwickelt einen Beschützerinstinkt für die Natur.















Vom Tierli Walter zum Bildungszentrum
Um den Geist dieses Ortes zu verstehen, musst du in die Vergangenheit blicken. Zirkusartist Walter Pischl und seine Frau Edith gründeten den Zoo im Jahr 1961. Was klein begann, wuchs durch schiere Willenskraft. Die Einheimischen nannten ihn liebevoll »Tierli Walter«. Diese persönliche Note prägt das Gelände bis heute. Es wirkt gewachsen, nicht am Reißbrett entworfen. Wege schlängeln sich organisch durch den Wald. Gehege passen sich dem Terrain an, nicht umgekehrt. Heute führt die Familie Federer das Erbe fort. Diese Verbindung aus Zirkustradition und zoologischer Kompetenz ist weltweit wohl einmalig.
Die Geschichte des Walter Zoos beeindruckt mich zutiefst. Aus der privaten Tierschau wurde ein wissenschaftlich geführter Zoo mit klarem Bildungsauftrag. Das Ziel war stets, vor allem Kinder durch die Schönheit der Tierwelt für einen lebenslangen respektvollen Umgang mit der Natur zu gewinnen. Oder mit anderen Worten: Begeisterung als Basis für den Artenschutz.
Das Eintrittsgeld fließt sichtbar in die Modernisierung. Neue Anlagen entstanden und werden auch in Zukunft entstehen. So gibt es unter anderem ein Zirkuszelt mitten im Zoo und eine Igelpflegestation mit angeschlossenem Naturlehrpfad zur Förderung der einheimischen Biodiversität. Dieser war jetzt im Winter leider vereist und somit nicht zugänglich. Das finde ich schade, da die Natur selbst in der kalten Jahreszeit viel zu bieten hat. Aber es gab auch so viel zu sehen. Neben den einzelnen Gehegen locken die Raubtieranlage mit Tigerhöhle, das Tropenhaus, das Reptilien- und Dschungelhaus, die Fütterungsvoliere und der Trampeltierstall.
Spannend finde ich auch das aktuelle Leuchtturmprojekt. Geplant ist ein visionärer Neubau auf dem nördlichen Zoogelände. Mit diesem Ausbau unterstützt der Walter Zoo im Erdgeschoss die Kampagne »Reverse The Red« zum Schutz bedrohter Tierarten auf der Roten Liste. Im Untergeschoss soll in der »Höhle der lebenden Lichter« auf die Wichtigkeit der natürlichen Dunkelheit aufmerksam und diese erlebbar gemacht werden. Du wirst dann in einem Boot eine Höhle voller biolumineszierender Lebewesen erkunden können!
Bei allen Modernisierungen verlor der Walter Zoo nie seinen Charme. Das wird auch in Zukunft so bleiben. Er ist überschaubar, ohne eng zu wirken. Du läufst dir hier nicht wie in vielen Großstadtzoos die Füße wund, sondern flanierst gemütlich von Tier zu Tier, von Staunen zu Staunen.
Täglich von März bis Oktober öffnet der Zoo seine Tore von 9 bis 18 Uhr, in den Wintermonaten bis 17 Uhr. Diese Zeiten reichen völlig aus, um in die verschiedenen Welten einzutauchen. Ich nutzte jede Minute. Nach den Erdmännchen zog es mich zu den Giganten der Savanne. Die Löwenanlage erlaubt Blicke aus verschiedenen Perspektiven. Ich stand Auge in Auge mit dem König der Tiere, nur getrennt durch eine dicke Scheibe. Das Gähnen des Männchens entblößte ein Gebiss, das Respekt einflößt. Diese Nähe ist hier Programm, auch im Streichelzoo mit den Afrikanischen Zwergziegen.








Ein Herz für Schimpansen
Ein Alleinstellungsmerkmal des Walter Zoos bildet die Schimpansenhaltung. Der Zoo engagiert sich seit Jahrzehnten für Westafrikanische Schimpansen und beheimatet eine der größten Schimpansengruppen der Schweiz. Mitte Januar ist sogar Nachwuchs zur Welt gekommen, die erste Geburt eines Schimpansen im Gossauer Zoo seit 2018 und ein Riesenerfolg für den Schutz der vom Aussterben bedrohten Menschenaffen. Einen Namen hat das männliche Tierbaby noch keinen.
Die aktuelle Anlage wurde 1993 eröffnet und war damals wegweisend; sie bietet den Tieren Beschäftigung, Rückzugsmöglichkeiten und eine komplexe Kletterstruktur. Hier dürfen die Affen einfach Affen sein. Außerdem unterstützt der Walter Zoo Schutzprojekte vor Ort, insbesondere das Tacugama Chimpanzee Sanctuary in Sierra Leone (Rettung verwaister Schimpansen) und das Jane Goodall Institut Schweiz.
Ich verbrachte viel Zeit in und vor der Schimpansenanlage, einem Herzstück des Zoos. Die Gruppe interagierte faszinierend komplex. Ein älteres Männchen döste in der Ecke, während zwei Jungtiere durch das Geäst tobten. Der Blick in Schimpansenaugen berührt mich jedes Mal. Du erkennst dich selbst darin wieder. Der Walter Zoo leistet hier wichtige Aufklärungsarbeit. Tafeln informieren über die Bedrohung der Menschenaffen und erklären, warum diese Tiere niemals als Haustiere taugen.
Die Pfleger kennen jede Eigenheit ihrer Schützlinge. Bei einer kommentierten Fütterung erfuhr ich Details über die Sozialstruktur, die kein Schild vermitteln kann. Diese Leidenschaft des Personals springt auf die Besucher über. Du merkst: Hier arbeiten Menschen aus Überzeugung. Das Wohl der Tiere steht an oberster Stelle. Diese Authentizität macht den Walter Zoo so glaubwürdig.
Leider gab es aber auch einen Wermutstropfen … Da stehen erwachsene Menschen und Kinder vor dem Gehege, feixen über komplexe soziale Interaktionen, die sie völlig missdeuten, und degradieren diese hochintelligenten Wesen zu bloßen Clowns. Der Gipfel der Respektlosigkeit ist jedoch das stumpfe Hämmern gegen die Scheibe – ein egoistischer Versuch, eine Reaktion zu erzwingen, der die Tiere massiv stresst. Wer glaubt, durch Lärm und Provokation Kontakt zu den Tieren herzustellen, beweist am Ende nur eines: Dass auf der Besucherseite der Scheibe oft weniger Verstand herrscht als dahinter.




Zwischen Tigerbrüllen und Tropenhitze
Mein Weg führte mich weiter zur Raubtieranlage mit Tigerhöhle. Die Amurtiger bewohnen eine großzügige Anlage, die an ihre natürliche Heimat erinnert. Felsen, Wasser und dichtes Gebüsch bieten Rückzugsorte. Eine der Großkatzen hielt ein gemütliches Schläfchen in unmittelbarer Nähe der Scheibe in der Tigerhöhle, wo du auch picknicken kannst. Du ahnst die Kraft, die in jedem Muskel lauert. Leider hatte ich beim Fotografieren kein Glück. Aber ich erfuhr, dass der Zoo auch bei den Tigern auf Arterhaltung setzt. Die Zucht dieser bedrohten Art gehört zu den Kernaufgaben moderner Zoos.
Einen klimatischen Kontrast bot das Tropenhaus. Kaum trat ich durch die Tür, schlug mir feuchtwarme Luft entgegen. Der Geruch von Erde und üppigem Grün umhüllte mich. Zunächst sah ich nichts. Ich musste erst einmal meine Brille putzen und mich an die hohe Luftfeuchtigkeit gewöhnen. Mir wurde warm in meiner Winterjacke. Nach und nach erkundete ich die Gehege. Stumpfkrokodile lagen regungslos im Wasser, wie aus Stein gemeißelt. Erst ein Blinzeln verriet das Leben. Lackschwarze Springtamarine und Weißkopfsakis turnten frei durch die Halle. Ein runderneuerter Bereich widmet sich den Reptilien und Amphibien. Frösche in Warnfarben saßen auf glänzenden Blättern. Schlangen ruhten in ihren Terrarien. Völlig hingerissen war ich von den erst vor Kurzem eingezogenen scheuen Rotschulter-Rüsselhündchen, ebenso wie von den farbenprächtigen Quittenwaranen. Ich wusste gar nicht, wo ich zuerst hinsehen sollte.
Besonders gefällt mir die Integration der verschiedenen Lebensräume. Du springst innerhalb weniger Schritte von der afrikanischen Savanne in den asiatischen Dschungel. Und doch wirkt alles stimmig. Der Zoo nutzt das natürliche Gefälle des Oberbergs geschickt aus. Brücken verbinden Ebenen, Aussichtspunkte bieten Weitblick. Du bist mittendrin, nicht nur Zuschauer am Rand. Und ein am Eingang kostenlos erhältlicher Plan sorgt dafür, dass du dich nicht verläufst.










Kulinarik und Zirkusluft
Vom vielen Laufen und Staunen meldete sich mein Magen. Das Zoorestaurant bietet zwar mehr als nur Pommes frites, doch ich zog es vor, meinen mitgebrachten Proviant auf einer der zahlreichen Bänke im Freien zu verzehren. Wer mag, kann sich bei schönem Wetter auch auf die Terrasse setzen und den Blick auf das bunte Treiben genießen. Eine Besonderheit des Restaurants ist der direkte Blick ins Tropenhaus.
Ein unübersehbares Wahrzeichen ist das große Zirkuszelt auf dem Gelände. Es beherbergt das Zootheater. In den Wintermonaten finden hier Shows statt, die Artistik und Tierliebe verbinden. Im Sommer dient es oft als Eventlocation. Diese Symbiose aus Zoo und Zirkuswelt findest du sonst nirgends in der Schweiz. Es verleiht dem Walter Zoo eine Note von Nostalgie und Showbiz, ohne kitschig zu wirken. Es erinnert daran, dass das Staunen über die Natur auch Unterhaltung sein darf, solange der Respekt gegenüber den Tieren gewahrt bleibt.
Bevor ich den Heimweg antrat, stöberte ich noch im Zooladen in der Nähe des Ausgangs. Neben den üblichen Plüschtieren fand ich auch hochwertige Bücher und regionale Produkte. Ich kaufte einen Holzbleistift mit einem aufgesteckten Fröschlein, das sich später auf andere Stifte stecken lässt. Ein niedliches Souvenir, das mich noch lange an diesen Tag erinnern wird.

Blick auf die Schweizer Zoolandschaft
Die großen Zoos der Schweiz von A bis Z
Wenn man von klassischen Schweizer Zoos spricht, meint man meistens die Mitglieder des Verbands Zooschweiz. Das sind die zehn großen Institutionen, die sich wissenschaftlichen Standards, dem Artenschutz und der Bildung verpflichten:
- Aquatis (Lausanne)
- Knies Kinderzoo (Rapperswil)
- Natur- und Tierpark Goldau
- Papiliorama (Kerzers)
- Tierpark Bern (Dählhölzli & BärenPark)
- Walter Zoo (Gossau SG)
- Wildnispark Zürich (Langenberg & Sihlwald)
- Zoo Basel
- Zoo La Garenne (Le Vaud)
- Zoo Zürich
Zählt man kleinere Tierparks, Wildparks, Volieren und öffentlich zugängliche Schauanlagen dazu, wird die Zahl deutlich größer. Der Schweizer Tierschutz (STS) untersuchte für seinen letzten Zoobericht 64 Institutionen. Dazu gehören auch bekannte Orte wie der Plättli Zoo (Frauenfeld), der Sikypark, der Zoo al Maglio im Tessin oder der Wildpark Peter und Paul (St. Gallen). Andere Datenbanken wie die der Zoo-AG listen sogar über 80 Betriebe in der Schweiz auf, wenn man kleinste Haustierparks und spezialisierte Anlagen mitzählt.
Warum solltest du also ausgerechnet nach Gossau fahren? Weil der Walter Zoo Seele besitzt. Er will nicht der größte oder spektakulärste Zoo der Welt sein. Er will berühren. Er setzt auf die direkte Begegnung. Das Beobachten der Erdmännchen war für mich der Schlüsselmoment. Aber auch der reine Spaziergang durch die Anlage entschleunigt. Du entkommst dem Lärm der Stadt.
Der Walter Zoo leistet zudem einen immensen Beitrag zum Naturschutz. Projekte vor Ort werden ebenso unterstützt wie Erhaltungszuchtprogramme in aller Welt. So trägt jeder Besuch zum Überleben seltener Arten bei. Sicher, der Eintrittspreis erscheint für solch einen kleinen Zoo auf den ersten Blick ganz schön happig. Zum Vergleich: Der Eintritt im Münchner Tierpark Hellabrunn kostet für Erwachsene 20,00 Euro, Kinder (vier bis einschließlich 14 Jahre) zahlen 8,00 Euro. Doch du investierst bei einem Besuch im Walter Zoo nicht nur in dein Vergnügen, sondern in den Erhalt der Artenvielfalt. Dieses Bewusstsein schwingt überall mit. Allerorten klären informative Tafeln über Artenvielfalt und Artenschutz auf, ohne den Zeigefinger zu erheben. Sie laden ein, Teil der Lösung zu werden.
Die Vielfalt der Tiere überrascht angesichts der überschaubaren Größe des Walter Zoos. Von kleinen Pfeilgiftfröschen wie dem Erdbeerfröschchen über entspannte Zweifingerfaultiere bis zum tonnenschweren Trampeltier fehlt hier nichts. Besonders für Familien ist die Struktur ideal. Die Wege sind kurz, Abenteuerspielplätze, kommentierte Fütterungen und Tierbeschäftigungen, Pony- und Kamelreiten sowie eine Grillstelle bieten Abwechslung und überall gibt es etwas zu entdecken. Doch auch als Erwachsene fühlte ich mich hier bestens aufgehoben. Ich lernte, lachte und staunte.
Besucher-Logbuch:
- Standort: Walter Zoo, Neuchlen 200, 9200 Gossau SG.
- Netz: www.walterzoo.ch
- Zeitfenster: November bis Februar von 9:00 bis 17:00 Uhr, März bis Oktober von 9:00 bis 18:00 Uhr.
- Eintritt in der Nebensaison: Erwachsene CHF 24,00 | Kinder (4 bis 15 Jahre) CHF 12,00.
- Eintritt in der Hauptsaison: Erwachsene CHF 28,00 | Kinder (4 bis 15 Jahre) CHF 14,00.
- Mein letzter Besuch im Walter Zoo: 28. Januar 2026.
Gut zu wissen: In allen Eintrittspreisen ist ein freiwilliger Artenschutzfranken enthalten. Dieser kann an eines der ausgewählten Artenschutzprojekte gespendet werden. Du enthältst dafür an der Kasse eine kleine glatte Münze, die du in ein Projektchästli deiner Wahl werfen kannst. Menschen, die den freiwilligen Artenschutzfranken nicht bezahlen möchten, können dies an der Kasse mitteilen.
Kinder bis 15 Jahre dürfen an ihrem Geburtstag kostenlos in den Walter Zoo. Auch sonst gibt es allerlei Rabatte und Vergünstigungen, beispielsweise für Militärangehörige in Uniform, Gruppen oder Senioren. Es lohnt sich also, dich vor deinem Besuch im Walter Zoo genauer auf der Website zu informieren.
Der Walter Zoo in Zahlen
Tierbestand (113 Tierarten mit 1.447 Individuen)*
- Säugetiere: 34 Arten (Zuchtbuch: 14) mit 203 Individuen
- Vögel: 21 Arten (Zuchtbuch: vier) mit 341 Individuen
- Reptilien: 24 (Zuchtbuch: fünf) mit 65 Individuen
- Amphibien: sechs Arten mit 21 Individuen
- Fische: zwölf Arten (Zuchtbuch: eine) mit 123 Individuen
- Wirbellose: 16 Arten mit 694 Individuen

Sissis Resümee
Ein Versprechen an die Natur
Als ich nach einem erlebnisreichen Tag wieder im Bus saß, sah ich vor meinem inneren Auge immer noch das wuselige Treiben im Sand. Ich schloss die Augen und erinnerte mich an die wachsamen Blicke der Erdmännchen. Dieser Besuch hat etwas in mir bewegt. Er hat meine Verbindung zur Tierwelt neu justiert. Wir schützen nur, was wir kennen und lieben. Der Walter Zoo schafft genau diese Liebe. Er macht Tiere zu Individuen, zu Persönlichkeiten.
Ich werde wiederkommen. Vielleicht im Frühsommer, wenn kein Schnee mehr in den Gehegen liegt und meine Chancen steigen, alle Tiere im Freien anzutreffen. Oder zu einer Abendführung, wenn die nachtaktiven Tiere erwachen. Es gibt noch so viele Geschichten auf dem Oberberg zu entdecken! Meine Neugier ist geweckt. Und mein Respekt vor der Arbeit der Tierpfleger des Zoos ist ins Unermessliche gewachsen.
Nimm dir die Zeit! Fahr nach Gossau. Setz dich zu den Schimpansen und beobachte sie einfach nur. Warte geduldig bei den Erdmännchen, bis sie dich bemerken. Lass dich auf die wilde Seite der Schweiz ein. Es bereichert dich. Es erdet dich. Und wer weiß, vielleicht blickt auch dir bald ein kleiner Erdmännchenwächter tief in die Augen und zeigt dir, worauf es im Leben wirklich ankommt: Wachsamkeit, Zusammenhalt und die Freude am Augenblick, am geselligen Miteinander.
Wir sehen uns im Walter Zoo!
XOXO
Sissi
[Redaktioneller Hinweis: Dieser Beitrag wird regelmäßig aktualisiert und ergänzt. Letztes Update: 3. Februar 2026. *Die Zahlen entstammen dem Jahresbericht 2024. Fotos: Sissi St. Croix.]