Packliste für wilde Weiber

Packliste für wilde Weiber

In wenigen Wochen ist es so weit: Wilde Weiber wollen wandern 2.0 steht vor der Tür. Anna und ich haben in den vergangenen Monaten fleißig getüftelt und uns einiges einfallen lassen, um unsere Freundinnen mit einem wahrlich wilden Abenteuertrip zu überraschen. Das Ziel der Reise? Unbekannt. Zumindest für die anderen drei in unserem Fünferbund. Und ich finde es immer noch großartig, dass sich die drei so unterschiedlichen Frauen auf das gemeinsame Wagnis einlassen. Das erfordert eine ordentliche Portion Mut und Vertrauen. Doch was packt frau für den Weg ins Unbekannte? Gar nicht so einfach, oder? Ehrensache also, dass ich für die passende Packliste sorge!

Vielleicht erinnerst du dich an meine ultimative Packliste für jede Gelegenheit, die ich im letzten Jahr unter dem Titel »Reisen mit kleinem Gepäck« veröffentlicht habe. Sie ist immer noch aktuell und bietet eine gute Orientierung für alle Rucksackreisenden. Allerdings ist unser diesjähriger Trip sehr speziell und erfordert daher eine ebenso spezielle Packliste.

Da ich vorhabe, im Anschluss an die Reise detailliert über unsere Abenteuer zu berichten, macht es durchaus Sinn, die neue Packliste hier und heute zu veröffentlichen – ich gehe nämlich fest davon aus, dass unsere Erlebnisse und Erfahrungen auch andere Menschen dazu inspirieren, neue Reisewege zu beschreiten.

Basisinformationen zur Packliste für wilde Weiber

Eine wichtige Grundinformation vorab: Maximal 15 Kilo Gepäck dürfen mit auf die Reise. Mehr ist für einen zehntägigen Trip auch nicht nötig! Wirklich nicht. Ich für meinen Teil will sogar versuchen, das Gewicht noch weiter herunterzuschrauben. Das meiner Rucksäcke, nicht mein eigenes, versteht sich.

Darüber hinaus macht es Sinn, das Reisegepäck auf zwei Rucksäcke zu verteilen – einen klassischen Trekkingrucksack für alles, was an Ausrüstung und Kleidung unbedingt mit muss, und einen Tagesrucksack für Ausflüge in Wald und Flur. Guten Gewissens empfehlen kann ich hier die Rucksäcke von BACH EQUIPMENT oder auch von VAUDE.

Meine Rucksäcke:

  • VAUDE Skarvan 70+10 M/L: konzipiert für den Transport von viel Gewicht über weite Strecken und anspruchsvolle Rucksacktouren.
  • BACH Daydream 35: dank seines mittleren Fassungsvermögens und vielen praktischen Funktionen wie dem 2-in-1-Fach für Laptop oder Trinkblase perfekt geeignet für Tagestouren. Mehr Details findest du hinter dem obigen Link.

Auf der Hin- und Rückreise nutze ich meinen Tagesrucksack immer gern als »Proviantrucksack« sowie zum Verstauen von Geldbeutel, Kamera und Handy. Er ist nämlich ruckzuck aufgeschultert, wenn ich zwischendurch mal aufs WC muss …

Tipp: Wer sich nicht sicher ist, ob er öfter auf Abenteuertour gehen möchte, sollte sich den Trekkingrucksack lieber ausleihen und nicht kaufen! Pflicht ist solch ein Rucksack aber auf jeden Fall. Denn wer mit Koffer oder Reisetasche anreist, ist verloren. Ich erinnere nur kurz an die »Adventure Road« in Schweden … Heuer wird es noch steiler, rauer, rutschiger.

Noch Fragen? Nein? Dann fangen wir mal an zu packen!

Die ultimative Packliste für wilde Weiber

Beauty & Gesundheit

1 biologisch abbaubare Seife

Damit reinigst du Gesicht, Körper und Haare, rasierst im »Stoppelnotfall« deine Beine und kannst sogar die eine oder andere Klamotte durchwaschen. Ideal finde ich zum Beispiel die 4 in 1 feste Dusche Körper + Haare + Gesicht + Bart Athletic grey von Niyok, die du bequem in einer Dose transportieren kannst. Und ja, die ist trotz des Bartes im Namen absolut unisex!

1 Konjac-Schwamm für Reinigung und Peeling

Mein biologisch abbaubarer Schwamm aus der Konjakwurzel stammt auch in diesem Jahr wieder von HYDROPHIL. Damit sparst du Unmengen an Wasser und Seife und bist immer blitzsauber!

1 Curaprox Travel Set in der Lieblingsfarbe

Das hübsche kleine Set enthält eine zusammensteckbare Reisezahnbürste, zehn Milliliter Zahnpasta und obendrein zwei Interdentalbürsten mit praktischem Halter. Mehr Mundhygiene unterwegs geht nicht! Ich sage immer: Du kannst auf so ziemlich alles im Reisegepäck verzichten, da sich die meisten Dinge improvisieren lassen. Aber das tägliche Zähneputzen ist Pflicht und dazu brauchst du das richtige »Werkzeug«.

Noch umweltbewusstere Menschen greifen stattdessen zur Bambuszahnbürste – zum Beispiel von HYDROPHIL – und Zahnputztabletten. Janne hatte in Schweden ganz tolle Zahntabletten dabei. Für mich mit meiner Zahnprothese sind diese jedoch leider keine Alternative, da ihre Krümel pieksen.

1 Reisehandtuch

Wer Microfaser nicht mag, kann ersatzweise auch ein dünnes Hamamtuch aus Bio-Baumwolle einpacken: Es dient als Hand-, Dusch- und Strandtuch und lässt sich auch schon mal als Rock wickeln. Der Boho-Style lässt grüßen! Du kommst kilotechnisch beim Packen gut hin? Dann gönne dir zusätzlich noch ein großes Strandlaken für allerlei Wasserabenteuer!

1 Deodorant

Praktisch finde ich Cremedeos in der Dose oder feste Deos. Heuer dabei: die Deocreme Green touch von Niyok.

1 BB-Creme oder CC-Creme mit hohem Lichtschutzfaktor

Mehr »Make-up« braucht es nicht! Meine aktuellen Favoriten findest du im Sortiment von BIODROGA, so zum Beispiel die EVEN & PERFECT CC Cream Anti-Fatigue LSF 20.

1 getönter Lippenpflegestift mit hohem Lichtschutzfaktor

Mein Lieblingsprodukt ist hier nach wie vor der Organic Mineral LIPLUX SPF30 von COOLA in der Farbe »Summer Crush«. Aber vielleicht gibt es ja in diesem Jahr neue Farben? Da muss ich gleich mal gucken …

1 Sonnenschutzprodukt mit hohem Lichtschutzfaktor und After-Sun-Pflege

Creme, Lotion, Gel oder Spray, ganz nach eigenem Gusto. Damit pflegst du auch Hände, Füße und Körper. Bei mir in diesem Jahr im Rucksack: die neue Eco-Friendly zertifizierte Sun Protection Face Lotion SPF 50+ und der Balsamo Doposole After Sun der italienischen Marke Collistar. Beide Produkte hat Markus vom letzten beautypress Info-Tag in Zürich mitgebracht und ich bin schon sehr gespannt darauf, sie auszuprobieren.

1 Handdesinfektionsmittel

Ich nutze am liebsten den Hand Sanitizer aus 100 Prozent natürlichen Inhaltsstoffen von Soeder.

1 Sandnagelfeile

Nein, es ist kein »Tussi-Getue«, immer eine Nagelfeile bei sich zu haben! Auch als Backpacker verzichte ich darauf nie. Denn eingerissene Finger- oder Fußnägel sind kein simpler Schönheitsfehler, sondern können schnell zu Entzündungen führen.

1 Reiseapotheke mit persönlichen Medikamenten

Hier finden auch Hygieneprodukte, Kondome und Co. ihren Platz.

1 Erste-Hilfe-Set

Ich habe mich für das First Aid Kit von Deuter entschieden und passe es je nach Reiseziel an. Da wir vielleicht nicht immer alle zusammen unterwegs sind, solltest du zumindest ein Wundspray und ein paar Pflaster in einem kleinen Täschchen in deinem Tagesrucksack dabei haben.

1 Rolle Toilettenpapier

Echt jetzt? Ja, echt jetzt! Klar, so eine Rolle mit Toilettenpapier nimmt ganz schön viel Platz ein. Aber nachdem ich in meinem Leben bereits Tausende an Zugkilometern heruntergerissen habe, weiß ich, dass Toilettenpapier in gewissen Momenten wertvoller als Gold sein kann … Das gilt natürlich auch und erst recht beim Camping. Oder so …

Meine persönlichen Extras für Beauty-Zicken

Ich bin nicht eitel, doch Hautpflege ist mir extrem wichtig. Daher werde ich, so es das Gesamtgewicht von 15 Kilo Gepäck zulässt, zusätzlich vier ausgewählte Klassiker der Marke Dr. Hauschka einpacken: Gesichtswaschcreme, Gesichtstonikum, Rosen Tagescreme und Handcreme – alles mit kostbarem Bio-Wundklee für ein strahlendes Hautbild und zusätzlichen UV-Schutz. Außerdem wandern eventuell noch nachhaltige Eco-Pads von Daily Good, erfrischendes Baden-Baden Thermal Spray von SANS SOUCIS, die GEHWOL FUSSKRAFT Frische Creme mit Minzöl und Menthol sowie das Puressentiel Anti-Stich-Spray gegen Mücken mit in meinen Rucksack.

Aber all das – wie gesagt – nur, wenn es das Gesamtgewicht zulässt.

Ich bin sicher, dass auch die anderen wilden Weiber ihre »Geheimmittelchen« haben, auf die sie nicht verzichten möchten.

Daher hier noch ein Tipp: Alles, was auslaufen kann, sollte thematisch sortiert in kleine Extra-Täschchen gepackt werden, um das Auslaufrisiko so gering wie möglich zu halten.

Bekleidung von Kopf bis Fuß

1 Baumwollmütze, Bandana oder Buff

Vielseitig einsetzbar und nicht zuletzt ein prima Sonnenschutz! Ich nehme in diesem Jahr voraussichtlich meine Mütze vom Fair-Fashion-Label ThokkThokk mit.

1 bis 2 Sport-BHs oder Bustiers

Frauen mit kleineren Brüsten kommen vielleicht auch mit einem Sport-Bustier aus.

5 ärmellose Funktionsshirts

Merke: Kein Mensch braucht T-Shirts mit Ärmeln, wenn es warm ist! Und wenn es kühler wird, musst du auch über ein T-Shirt eine Jacke oder einen Pulli ziehen. Warum also nicht gleich beim Packen Platz und Gewicht sparen?

Anstelle der Funktionsshirts funktionieren übrigens auch Tanktops oder Sport-Bustiers prima! Wobei Funktionsshirts den Riesenvorteil haben, dass sie wesentlich leichter sind, schneller trocknen und oft – so wie beispielsweise meine Shirts von Mammut – mit einem Sonnenschutz von UPF 50+ versehen sind. Das ist im Sommer im Freien geradezu ein Muss!

Als »Faustregel beim Packen von Oberteilen im Sommer« gilt: maximal ein Oberteil je zwei Reisetage. Waschen kannst du nämlich immer! Hast du dir aber erst einmal wunde Stellen beim Tragen von zu viel Gepäck zugezogen, wird der Urlaub schnell zur Herausforderung in der Hölle …

1 langärmeliges Funktionsshirt

Ideal an langen Angelabenden und Co., wenn nicht nur die Fische, sondern auch die Mücken beißen … Viele schätzen lange Ärmel überdies als Sonnenschutz, beispielsweise beim Paddeln. Mich stören sie tagsüber nur. Daher werde ich darauf in meinem Fall darauf verzichten und lediglich ein weißes Hemd mitnehmen:

1 weiße Hemdbluse

Der perfekte Allrounder für jeden Abenteurer und Weltenbummler! Sicher, weiße Klamotten werden unglaublich schnell schmutzig. Sie lassen sich aber ebenso schnell waschen wie farbige Textilien und peppen dafür jedes sportliche Outfit stilvoll auf. Außerdem reflektiert Weiß die Sonnenstrahlen und du schwitzt darin weniger als in dunkler Kleidung.

1 schwarzes (Stretch-)Kleid

Klingt ein schwarzes Kleid beim Packen für dein nächstes Reiseabenteuer schräg? Weit gefehlt, denn das ist es nicht! Es gibt inzwischen wunderbare schlichte Sommerkleider aus Recyclingmaterialien, die du knautsch- und knitterfrei aus dem Rucksack ziehen kannst. Damit bist du im Handumdrehen »ausgehfein«, wenn dir nach all den Abenteuern in der Wildnis nach einem guten Essen im Restaurant zumute ist.

5 Badehöschen plus 1 Badeanzug oder Bikini

Das erklärt sich von selbst, oder? Pfiffig: Wenn deine Schlübber noch nass auf der Leine baumeln, kann Badebekleidung als praktischer Unterwäscheersatz dienen. Und vice versa.

5 Sportslips

Früher habe ich für jeden Tag einen frischen Slip eingepackt – plus einen in Reserve. Sogar beim Backpacking. So einen Quatsch mache ich jetzt nicht mehr. 1. renne ich im Sommerurlaub eh fast von morgens bis abends in Badekleidung herum. 2. kann man die Dinger auch waschen und so Platz und Gewicht im Reisegepäck sparen.

Die Anschaffung von Funktionsunterwäsche lohnt sich, da sie optimal auf die Bedürfnisse von Aktiven abgestimmt ist. Außerdem trocknet sie nach dem Waschen schneller als der sexy Spitzenslip aus Bio-Baumwolle.

PS: Wenn du aufgepasst hast, kommst du auf zehn bzw. elf Höschen in der Gesamtsumme. Das sollte im zehntägigen Abenteuerurlaub sogar für wilde Weiber reichen, oder?

2 Sportleggings aka Trainings-Tights

Im Bereich Hosen hat mich die Erfahrung ebenfalls eines Besseren belehrt. Habe ich früher gern zu (oft absurd teuren) Outdoor-Hosen und entsprechenden langen Röcken gegriffen, deren Beine bzw. Längen ich »abzippen« konnte, greife ich heute lieber zu Tights. Die sind einfach praktischer!

Am liebsten nehme ich je eine in 3/4- und in 7/8-Länge von ODLO oder X-BIONIC mit. So bin ich für jedes Wetter und jede Aktivität gerüstet. Darüber hinaus kann ich mit ihnen an kühleren (oder beinrasurschwachen) Tagen auch mal baden gehen. Zu guter Letzt lassen sie sich mithilfe einer weißen Hemdbluse und Sneakern oder Sandalen ratzfatz stadtfein stylen.

Wieder einmal: Gewusst wie!

1 regentaugliche Softshell-Jacke mit Kapuze

Ohne eine gute Jacke geht auch bei wilden Weibern nichts! Je multifunktionaler und für alle Temperatur- und Wetterbedingungen gerüstet, desto besser. Meine alte Jacke gibt es leider nicht mehr, doch ich hatte das Glück, im Landquart Fashion Outlet die Napapijri Anorakjacke Rainforest Summer zum Schnäppchenpreis ergattern zu können. Diese begehrte Funktionsjacke ist normalerweise geradezu absurd teuer, aber ich habe sie für CHF 99,00 bekommen.

Wichtig ist, dass deine Jacke möglichst regen- und winddicht ist und im besten Fall über eine ausknöpfbare Innenjacke verfügt, welche dir den daheim zurückgelassenen Pullover ersetzen kann. Viele Taschen sind ein Muss, ein Molle-System und/oder D-Ringe ein zusätzliches Benefit.

5 Paar Funktionssocken

Socken werden beim Packen schnell mal überschätzt. Als eingefleischte Barfußläuferin stehe ich mit Socken eher auf Kriegsfuß und trage sie daher nur selten. Viel zu oft hatte ich nichtsdestotrotz viel zu viele dabei. Unerlässlich sind sie eigentlich nur bei Aktivitäten wie Wandern und Co. Und dann steckst du halt gleich fünf Paar ein, zum Beispiel von X-BIONIC, denn Socken sind zwar schnell gewaschen, trocknen aber langsamer als Unterwäsche.

Falls du im Sommer nie barfuß läufst und deine Füße selbst bei Temperaturen um die 30 Grad im Schatten lieber »besockst«, packst du besser für jeden Tag ein frisches Paar ein. Am, auf oder im Wasser wirst du sie allerdings nicht brauchen …

3 Paar Schuhe plus Schuhbeutel

Wir alle wissen: Das Thema »Schuhe« ist vor allem bei vielen Frauen eine unendliche Geschichte. Ich kenne Frauen, die mit nicht weniger als sieben Paar Schuhen für eine Woche in den Urlaub fliegen! Nicht mein Ding.

Als wildes, wanderwilliges Weib brauchst du exakt drei Paar Schuhe:

  • 1 Paar solide Wanderschuhe, so wie meine Litepeak Pro Gore-Tex® Wanderschuhe von Meindl.
  • 1 Paar Allrounder für wildes Gelände, die aber auch in der City eine gute Figur machen. Ich habe mich hier für den Black Diamond Mission LT 2 in Schwarz aus der Black Diamond Wanderkollektion entschieden.
  • 1 Paar wasserporttaugliche Barfußschuhe wie zum Beispiel die Aqua X Sport von Xero Shoes.

Das sind schon ganz schön viele Schuhe für zehn Tage! Mehr als zwei Paar sollten es nämlich normalerweise nicht sein. (Und eines davon trägst du im besten Fall an den Füßen.) Doch wir haben aufregende Dinge vor und müssen dafür nun einmal auch gut beschuht sein. Da beißt die Maus keinen Faden ab!

Und aus genau diesem Grund folgt hier nun noch ein »kleiner Klopper«: Falls du zufällig bereits im Besitz von Kletterschuhen bist, dann nimm sie bitte mit! Extra kaufen musst du für unseren Trip natürlich nichts! Aber es kann sein, dass das Wetter nicht so mitspielt, wie wir es uns erhoffen und dann lohnt es sich gegebenenfalls, 50 Kilometer weit zu fahren und den Tag in der Kletterhalle zu verbringen.

Ich nehme jedenfalls für den »Fall der Fälle« meine gesamte Kletterausrüstung mit.

Equipment

1 Kamera

Diese brauchst du nur, wenn du ambitionierte Fotografin bist. Ansonsten genügt dein Handy.

1 Handy

Muss ich nicht erklären, gell? Ohne Handy samt Ladekabel geht heutzutage nichts mehr. Einmal abgesehen davon, dass du hierauf auch Bücher und Musik speichern kannst, dient es dir als Navigationsgerät, Kompass und Reiseführer, versorgt dich mit Wetterwarnungen und Nachrichten und, und, und. Wer mit federleichtem Gepäck reisen will, lässt übrigens die Kamera besser daheim und macht sich schlau, ob es für das eigene Mobiltelefon ein aufsteckbares Objektiv gibt, das noch bessere Bilder garantiert. Just as you like it!

Extra-Tipp: Besorge dir bitte unbedingt eine wasserdichte Handytasche.

1 Ladekabel für Apple Watch und Artverwandte

Seitdem ich meine Apple Watch habe, gehe ich nicht mehr ohne – meiner Gesundheit zuliebe. Damit sie immer auf dem Laufenden ist, muss ich sie natürlich regelmäßig füttern. Und das geht nur mit dem passenden Ladekabel.

1 Po­w­er­bank

Das schönste, tollste, modernste Handy nützt dir gar nichts, wenn es nicht regelmäßig aufgeladen wird. Das ist unterwegs nicht immer und überall möglich, sodass du mindestens eine Po­w­er­bank mit Multi-Port-Ladekabeln im Gepäck haben solltest. So kannst du selbst in der Gruppe »Stromflauten« entspannt überbrücken. Dickes Plus: Je nach Gerät kann dann sogar das Ladekabel für meine Apple Watch daheim bleiben.

Extra-Tipp: Für das Reisen in unwegsamen Regionen empfehle ich die Anschaffung einer solarbetriebenen Powerbank.

1 Stirnlampe

Es mag sich verrückt anhören, aber ich nehme meine Stirnlampe auf jede noch so kleine Reise mit. Selbst, wenn ich nur Freunde besuche, ist sie dabei. Wer jemals nachts im Dunkeln auf der Suche nach der Toilette durch ein fremdes Haus getapst ist, der weiß, warum. Eine Taschenlampe ist kein Ersatz.

1 Signalpfeife

Ob beim Paddeln auf dem See, beim Wandern in den Bergen oder bei der Begegnung mit übergriffigen Kerlen in der Pariser Altstadt: So eine Signalpfeife ist ein nützliches Teil, ohne dass du nicht aus dem Haus gehen solltest. Meine halte ich besonders in Ehren: Mändy hat sie mir beim gemeinsamen Urlaub in Schweden geschenkt.

1 Vorhängeschloss

Du weißt beim Reisen nie, wo du landest und ob du deine Sachen nicht lieber unter Verschluss halten möchtest. Dabei kann ein Vorhängeschloss wahre Wunder wirken. Sicher ist sicher!

Unerlässliches

Portemonnaie mit Ausweisen, Versichertenkarte und Co.

Selbsterklärend. Je nach Reiseziel (und der dort herrschenden Sicherheit) empfiehlt sich eventuell die Anschaffung eines Geldgürtels oder eines PacSafes (Anti-Diebstahl-Rucksack). Ob und was du davon brauchst, weißt du selbst am besten.

Reiseunterlagen

Ebenfalls selbsterklärend. Unsere Reiseunterlagen bekommen die wilden Weiber von Anna.

Isoliertrinkflasche

Vielleicht wunderst du dich, dass die Isoliertrinkflasche ausgerechnet in dieser Rubrik auftaucht? Nun, ich gehe ohne sie normalerweise nicht im Haus, auch nicht im Alltag. Daher gehört sie für mich in die Kategorie »unerlässlich«. Geli und Janne haben übrigens in Schweden hervorragende Erfahrungen mit nicht isolierten Trinkflaschen gemacht – als Wärmflasche. Das finde ich ziemlich cool (oder eher hot!), wird aber bei dieser Reise nicht nötig sein. Fest versprochen!

Butterbrotdose

Wir sind Selbstversorger. Daher brauchen wir wilden Weiber unbedingt eine robuste, auslaufsichere Butterbrotdose, im besten Fall mit Campingbesteck. Heuer darf übrigens meine nigelnagelneue Nestable Bento-Box von Umami mit. Die erfüllt nämlich auch die höchsten Ansprüche und wiegt leer nur 562 Gramm.

Sonnenbrille, Brillenetui und Brillenband

Als Brillenträgerin mit lichtempfindlichen Augen mag ich auf meine Sonnenbrille nicht verzichten. Der Abwechslung zuliebe dürfen es auch zwei oder drei sein, zum Beispiel von cerjo. Logisch, dass die jeweils nicht genutzte Brille sicher in einem Brillenetui aufbewahrt wird. Und da ich nie weiß, welches Abenteuer als nächstes auf mich wartet, habe ich auch stets ein Brillenband aus Neopren dabei. Das sollte für uns alle gelten.

Dry Bag (wasserdichter Packsack)

Ein Dry Bag mit einem Volumen von drei bis fünf Litern ist für unsere Abenteuer unverzichtbar.

Extras und Gimmicks

Und nun müssen meine lieben wilden Weiber sehr, sehr stark und tapfer sein. Denn wir brauchen noch ein paar besondere Dinge, die andere Menschen auf ihren Reisen – vielleicht – nicht benötigen. Also bitte tief durchatmen, sich überraschen lassen und – diese gewisse ängstliche Vorfreude genießen!

  • 1 Schweizer Taschenmesser oder Multifunktionstool
  • 1 Trinkhalm aus Edelstahl (in meinem Fall: Turtleneck Straw von HalmBrüder)
  • 1 Hammer (ein Gummihammer ist auch in Ordnung!)
  • 1 weiße Mullwindel oder dergleichen (Format: etwa 40 x 40 Zentimeter)
  • 1 Docht für Öllampen (4 Millimeter)
  • 1 starke Nähnadel
  • 1 aktuelle Tageszeitung des Heimatortes
  • 1 weißes Top, T-Shirt oder Geschirrtuch aus 100 Prozent Baumwolle
  • 1 brombeerrankenfestes T-Shirt, dass gegebenenfalls auch zerrissen werden darf
  • 2 Schraubgläser à 250 Milliliter Volumen
  • 2 Avocados/Person (besorgt Anna)
  • 3 Kiefernzapfen

Wichtiger Hinweis: Diese Liste ist noch nicht vollständig und kann bis zum 30. Juli 2024 jederzeit ergänzt werden.

Darüber hinaus können und sollen unsere wilden Weiber natürlich alles mitnehmen, worauf sie im Urlaub nicht verzichten wollen oder können. So es denn ins Gesamtgepäckgewicht passt. In meinem Fall ist das zum Beispiel die ABC-Ausrüstung zum Schnorcheltauchen. Die muss einfach immer mit!

Wir sind Selbstversorger

Als Selbstversorger achten wir darauf, uns gesund, abwechslungsreich und umweltverträglich zu ernähren. Anna hat von mir eine Liste mit Lebensmitteln erhalten, die unsere Grundversorgung abdecken.

Wer Tabakwaren benötigt, kümmert sich bitte selbst darum. Diese sind am Zielort nur schwer erhältlich. Mehr als eine Stange Zigaretten/Person ist allerdings nicht sinnvoll, da es sonst beim Zoll teuer wird. Gleiches gilt für Bier und Wein. Hier sind maximal fünf Liter pro Person (<18 Prozent Alkoholgehalt) erlaubt.

Alle wilden Weiber haben die Möglichkeit, entsprechende Wünsche bis zum 20. Juli 2024 (!!!) über unsere WhatsApp-Gruppe an Anna zu übermitteln. Doch aufgepasst: Solche besonderen Getränke sind nicht im Budget enthalten und müssen daher mit Anna gesondert abgerechnet werden! Zu bedenken ist auch, dass Annas Pkw nur bedingt beladen werden kann. Die Wahl sollte also weise getroffen werden …

Packaging Trophy 2024

Als kleine zusätzliche Überraschung habe ich mir für unseren Trip die Packaging Trophy 2024 ausgedacht. Teilnehmen können alle wilden Weiber, die sich an die oben aufgeführten Packempfehlungen halten.

Bedingungen für die Teilnahme an der Packaging Trophy:

  • Halte dich an die empfohlene Packliste.
  • Mache ein Foto (oder zwei) von deinem Gepäck auf der Waage.
  • Zeige mir bei der Ankunft dein Gepäck und verrate mir, wie und wieso du besonders pfiffig gepackt hast.
  • Bringe etwas Besonderes mit, was nicht auf der Liste steht, aber für uns alle ein Gewinn ist.
  • Freue dich darüber, dass du die Gewinnerin der Packaging Trophy 2024 bist!

Also, liebe Anna, Geli, Janne und Perdita – jetzt seid ihr gefragt! Ein wertvoller Überraschungspreis ist der Siegerin gewiss.

Sissis Resümee

Klingt unser nächstes Reiseabenteuer extrem wild für dich? Das ist es auch! Anna und ich haben uns jede Menge Gedanken gemacht. Die Idee wurde aus Jux geboren (ich sollte in meinem Alter einfach nicht übermüdet im Bus sitzen) und wird nun Realität. Ich bedanke mich schon jetzt bei allen Beteiligten dafür, dass sie diesen himmlischen Unfug mitmachen!

Jeden Tag wird es ein bis zwei aufregende Mikroabenteuer geben. Hinzu gesellen sich witzige individuelle Challenges, die sich von der Zubereitung regionaler Spezialitäten über die Erfüllung geheimdienstlicher Aufträge bis hin zur Anfertigung von unentbehrlichem Outdoor-Equipment erstrecken. Von Langeweile also selbst bei schlechtem Wetter keine Spur!

Einziger Wermutstropfen: Mändy kann in diesem Jahr nicht an unseren Abenteuern teilhaben. Wir werden sie sehr vermissen! Spontan für sie eingesprungen ist unsere liebe Perdita, die nicht nur einen tollen Namen hat, sondern auch ein toller Mensch ist. Danke, liebe Perdi, dass es dich gibt!

Und @Mändy: Niemand kann dich ersetzen! Wir alle denken an dich und hoffen, dass du bei unserem nächsten Trip wieder dabei bist. Spätestens 2026 oder vielleicht schon nächstes Jahr in Mexiko.

Nun bleibt mir nur noch, allen Beteiligten viel Spaß beim Abarbeiten der Packliste zu wünschen – wir sehen uns bald in #WirdNichtVerraten. Ich freue mich schon sehr auf euch!

XOXO

Sissi

[Produkthinweise erfolgen rein redaktionell und unabhängig. Artikelbild: shaiith.]