Gravel-Ground-Festival: Drei Tage Schotter-Action im Ruhrgebiet

Gravel Ground auf der Zeche Ewald

Das Gravel-Ground-Festival by Maxxis lockt vom 26. bis zum 28. September 2025 die internationale Gravel-Szene auf das Gelände der Zeche Ewald in Herten. Auf die Besucher wartet ein actiongeladenes Programm: ein spannendes Rennformat, vielfältige Touren, Workshops, attraktive Expo-Angebote, Party und kulinarische Highlights – und das alles vor beeindruckender Industriekulisse.

Im Spätsommer 2025 geht ein neues Gravel-Event an den Start, das mit einem ganz besonderen Standort aufwartet: Die Zeche Ewald, ein 2001 stillgelegtes Steinkohlenbergwerk im nordrhein-westfälischen Herten, wird zum Schauplatz des neu gegründeten Gravel Ground mit Titelsponsor Maxxis.

Das Zechengelände verwandelt sich für ein Wochenende in ein Paradies für Gravel-Fans. Auf der Expo mit über 50 Ausstellern, die an allen drei Tagen kostenlos geöffnet ist, können die Besucher die neuesten Trends und Bikes erkunden und sogar intensiv auf der benachbarten Halde Hoheward und den umliegenden Schotterpisten ausprobieren.

Projektpartner Ruhr Tourismus GmbH organisiert das umfangreiche Tourenprogramm gemeinsam mit radrevier.ruhr. Die unterschiedlichen Strecken führen durch die faszinierende Landschaft, vorbei an historischen Relikten aus der Zeit des Steinkohlenbergbaus. Geplant sind Routen für Gravel-Einsteiger ebenso wie für bereits routinierte Schotterflitzer, außerdem Touren für E-Bike-Fahrer, für Familien, mit Sightseeing-Fokus oder sportlichem Anreiz.

Von eher lockeren 36 Gravel-Kilometern über die »Berge des Ruhrgebiets« bis hin zu schnellen 54 Kilometern und 300 Höhenmetern vom RC Buer Westerholt in die Haard: Hier findet jeder Biker die passende Tour. Ein besonderes Format sind die Nightrides im Dunkeln. Außerdem kann man sich in diversen Workshops und Vorträgen von Experten neues Wissen über Gravelbikes, Ausrüstung und Fahrtechnik aneignen.

Höhepunkt: das ROSE Scary Schotter

Sportliches Highlight des Festivals: Das ROSE Scary Schotter am Samstag über die Halde Hoheward. Mit einer Gesamtlänge von 44 Kilometern und 750 knackigen Höhenmetern ist das Rennen eine echte Herausforderung für alle ambitionierten Gravel-Rider ab 16 Jahren. Insgesamt müssen sieben Runden á 6,66 Kilometern und über 110 Höhenmetern überwunden werden – ein abwechslungsreicher Mix aus engen Single-Trails, schnellen Asphaltabfahrten mit Spitzkehren und natürlich feinsten Schotterpisten mit Ruhrgebietspanorama.

Live-Musik, Abendmarkt mit DJ am Freitag, Party am Samstagabend in der Moto59 Foodgarage und lokale Gastronomie runden das Event auf der Zeche Ewald ab. Wer das ganze Wochenende dort verbringen will, findet attraktive Campingmöglichkeiten direkt auf dem Eventgelände.

Reizvoll: der Kontrast zwischen Natur und Industriekulisse
Reizvoll: der Kontrast zwischen Natur und Industriekulisse

3 Fragen an Jochen Schlutius von Ruhr-Tourismus

Warum lohnt es sich, unbedingt zum Gravel-Ground nach Herten zu kommen?

Jochen Schlutius: »Das Ruhrgebiet bietet mit seiner einzigartigen Haldenlandschaft und der Industriekulturkulisse eine perfekte Kombination für Gravelabenteuer. Die Region hält eine Mischung bereit aus lässigen Schotterpisten, unerwarteten Anstiegen und durchaus kniffligen Trails. Jeder kann aus diesem Angebot leicht einen für sich passenden Gravelride erstellen. Und hinter jeder Kurve versteckt sich gefühlt ein guter Fotospot – ob historischer Zechenturm, Kunstobjekt, ungewöhnliche Architektur oder auch mal ein Naturjuwel.«

Welche Spots und Strecken sollten Besucher nicht verpassen?

Jochen Schlutius: »Das Gelände der Zeche Ewald gehört zu den schönsten Zechen-Ensembles der Region. Natürlich sollte man auch hoch auf die Halde Hoheward fahren. Sowohl von der Sonnenuhr als auch vom Horizontobservatorium hat man einen klasse Rundumblick auf das zentrale Ruhrgebiet. Über die Balkonpromenade rollt man über feinsten Schotter, während es über den Mountainbike-Trail eher rustikal zur Sache geht. Wer etwas Zeit für einen Kurzurlaub mitbringt, findet unzählige Industriedenkmäler in der Nähe. Die meisten lassen sich perfekt mit dem Rad erkunden.«

Was ist dein persönliches Gravel-Ground-Highlight?

Jochen Schlutius: »Wir sind sehr stolz auf das kostenlose Tourenprogramm, für das wir viele lokale Gravelbiker gewinnen konnten, die die Touren ehrenamtlich führen. Ein besonderes Highlight werden bestimmt die Nightrides, wenn wir zusammen mit dem Sponsor Supernova durch die Dunkelheit der Nacht fahren werden und die eine oder andere Lichtkunst bestaunen können. Im Dunklen entfaltet das Ruhrgebiet nochmal eine ganz besondere Magie!«

Ab ins Grüne! Das Ruhrgebiet bietet mehr Natur, als du denkst
Ab ins Grüne! Das Ruhrgebiet bietet mehr Natur, als du denkst

Sissis Resümee

Was für ein cooles Event! »Wir im Revier« sind ja schon immer gern geradelt. Doch was inzwischen dank des Engagements vieler Einzelpersonen, Radsportvereine und natürlich nicht zuletzt auch des Projekts radrevier.ruhr im Pott für Radsportler auf die Beine gestellt wird, ist einfach großartig!

Viele Menschen denken ja immer noch, das Ruhrgebiet sei grau (ist es nie gewesen) und die Straßen von Kohlenstaub überzogen (ja, das gab es in einigen Stadtvierteln, ist aber schon lange, lange her). Wenn ich mich an meine Kindheit erinnere, dann sehe ich Grün: Parks in der Stadt, Waldlandschaften, Wiesen und Äcker am Stadtrand und mittendrin eine atemberaubende Industriekulisse.

Gerade dieser Kontrast zwischen Industrie und Natur macht einen Besuch im Ruhrgebiet so reizvoll. Für Radsportler ebenso wie für Wanderer und Fotofreunde, für Familien und Soloreisende, für Kulturliebhaber und Entdecker aller Art. Auch wenn du kein Gravel-Fan bist, lohnt sich der Besuch des Gravel-Ground-Festivals – als Zuschauer kommst du auf dem Gelände der Zeche Ewald ganz sicher ebenfalls auf deine Kosten.

Und wer weiß? Vielleicht inspiriert dich die ganze Action und du wagst selbst einen Test-Ride mit einem der auf der Expo vorgestellten Bikes …

Wir sehen uns auf dem Schotter!

XOXO

Sissi

[Quelle: Ruhr Tourismus GmbH (RTG) und eigene Recherche. Fotos: Carsten Mathiaszyk.]